Fußboden Heizung - ein wohlig warmes Erlebnis

Eine Fußboden Heizung hilft nicht nur die Energiekosten niedrig zu halten, sondern ist zudem sehr allergikerfreundlich.


Fußbodenheizungen galten lange Zeit als Privileg Besser-Verdienender, doch das mollig warme Ambiente durch eine indirekte Wärme des Fußbodens hat sich mittlerweile überall durchgesetzt und erfreut sich hoher Beliebtheit. Exklusiv und teuer war früher, durch die Weiterentwicklung der Technologie und damit die Senkung des Preises, ist es heute beinahe jedem möglich, sich für diese Art von Wärmesystem zu entscheiden.

Geschichte
Die Fußboden Heizung ist jedoch keine Erfindung der Neuzeit, sondern wurde bereits in der römischen Antike verwendet. Zuerst fanden sich diese Technologien in Thermen, dann aber auch in allen römischen Häusern. 700 nach Christus machten sich auch die Koreaner die Fußbodenheizung zunutze. Erst in den 80er Jahren blühte diese Wärmeart wieder auf und baut ihren Trend bis heute weiter aus.

Vorteile
Einer der wichtigsten Vorteile gerade in der Zeit der hohen Energiepreise und der Klimaerwärmung ist, dass Fußbodenheizungen einen sehr geringen Energieverbrauch aufweisen. Grund hierfür ist die große Wärmeoberfläche, durch die lediglich Temperaturen im Niederbereich erforderlich sind.

Weitere Vorteile der Fußboden Heizung

  • das Heizungssystem kann sehr gut mit thermischen Solaranlagen gekoppelt werden
  • durch die indirekte und leichte Wärme, wird die Luft nicht ausgetrocknet; eine ungesunde Heizungsluft entsteht nicht
  • Im Gegensatz zu anderen Heizungssystemen findet keine Luftumwälzung statt, die Staub aufwirbelt; Fußbodenheizungen sind aus diesem Grund besonders hygienisch und allergikerfreundlich
  • die gleichmäßige Erwärmung großer Flächen verhindert Schimmelpilze und Hausstaubmilben
  • durch das Ausbleiben störender Heizkörper ist eine architektonische Freiheit der Inneneinrichtung gegeben.

Planung
Bei der Planung von einer Fußbodenheizung machen viele Menschen den Fehler, keinen Fachmann zurate zu ziehen. Sie verrechnen sich, legen die Rohre falsch aus oder verarbeiten den falschen Untergrund. Die Ausbesserung dieser Fehler kostet dann ein gefühltes Vermögen. Aus diesem Grund ist der erste und wichtigste Schritt, einen Fachmann eines Ingenieurbüros mit der Planung der Fußbodenheizung zu beauftragen. Sie ermitteln individuelle Lösungen und eine optimale Fußbodenheizungsanlage für Ihr Haus oder Ihre Wohnung. Daraufhin erhalten Sie einen Komplettbausatz, bei dem jedoch darauf geachtet werden muss, dass dieser für einen normalen Heimwerker konzipiert ist. Auf solchen Bausätzen ist dann das Prädikat „System selbstbaufreundlich“ zu finden, welches eine Auszeichnung des Verbandes Europäischer Selbstbau-Partner e.V. ist.
Handelt es sich jedoch um einen nachträglichen Einbau, sollte darauf geachtet werden, dass das System eine niedrige Aufbauhöhe hat. Hierfür gibt es besondere Systeme in unterschiedlichen Varianten.

Einbau

  1. Nun kann das System nach der jeweiligen Anleitung verlegt werden. Hierbei ist es wichtig einen gute Untergrunddämmung vorzunehmen, damit kein unnötiger Wärmeverlust entsteht.
  2. Bei dem Verlegen ist darauf zu achten, dass das Rohrsystem eine ausreichende Länge vorweist. Lieber zu lang als zu kurz, damit eine optimale Wärmeverteilung erzielt werden kann.
  3. Zum Schluss muss eine gute Trittschalldämmung her.