Gaby Hauptmann: Porträt einer Schriftstellerin und Journalistin

Mit ihren weltweit erfolgreichen Frauenromanen und Jugendbüchern hat sich die auch aus dem Fernsehen bekannte Gaby Hauptmann einen Namen in der deutschen Literatur gemacht.


Bekannt wurde die 1957 in Trossingen geborene Gaby Hauptmann mit ihren Bestsellern „Suche impotenten Mann fürs Leben“, „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“ und „Die Lüge im Bett“. Ihr Genre sind – wie die Titel andeuten – hauptsächlich Frauenromane, die sich in zum Teil bissig ironischer Weise mit dem Auf und Ab der Geschlechterbeziehungen auseinandersetzen, wobei die Männer im Allgemeinen nicht allzu gut wegkommen. Neben ihren erfolgreichen Frauenromanen schreibt Gaby Hauptmann auch Jugendbücher wie ihr Erstlingswerk „Alexa, die Amazone“ von 1994 und die inzwischen neun Bände umfassende Jugendbuchserie „Kaya – frei und stark“. Inzwischen sind viele Bücher von Gaby Hauptmann in verschiedene Sprachen übersetzt und wurden weltweit in 35 Ländern publiziert. Ihre Bücher haben in Deutschland allein eine Auflage von sechs Millionen erreicht. Neben ihrer schriftstellerischen Arbeit ist Gaby Hauptmann auch weiterhin als Journalistin tätig.

Werdegang und journalistische Arbeiten
Gaby Hauptmann absolvierte ihre journalistische Ausbildung beim Südkurier in Konstanz und machte sich nach zweijähriger Tätigkeit als Reisejournalistin mit einem Pressebüro in Lindau am Bodensee selbstständig. 1987 wechselte sie ins Radiofach und wurde Chefredakteurin eines kleinen regionalen Senders. Nach Stationen bei anderen privaten Radiosendern gelangte sie zum SWF und begann neben ihrer journalistischen Arbeit auch Beiträge fürs Fernsehen zu produzieren. Bis zum Jahr 2003 moderierte sie darüber hinaus gemeinsam mit Lea Rosh die Literatursendung „Willkommen im Club“ beim Privatsender VOX, zu der jeweils vier Autoren mit ihren Büchern eingeladen wurden.

Verfilmungen und Einschätzung der schriftstellerischen Arbeit
Die schriftstellerische Arbeit von Gaby Hauptmann verortet man im Bereich Unterhaltungsliteratur, auch wenn sie nicht frei ist von ernsten und sozialkritischen Themen. Insbesondere im Hinblick auf die Rollenzuweisungen in unserer Gesellschaft bezieht die Autorin eine klare und kritische Position. Durch den großen Erfolg ihrer Bestseller wurden eine ganze Reihe ihrer Bücher für das Fernsehen adaptiert, darunter „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“ und „Hengstparade“. Insgesamt liegen bisher sechs Verfilmungen vor, weitere sind in Planung. Ihr Roman „Ran an den Mann“ wurde zudem für das Theater umgearbeitet und in verschiedenen Städten aufgeführt.