Es ist eine alte Tradition, zu größeren Familienfesten ein Gästebuch auszulegen. In den letzten Jahren erlebt dieser Brauch eine neue Renaissance. Oft werden die Gäste auf Hochzeiten oder Empfängen gebeten, sich ins Gästebuch einzutragen. Auch Hotels freuen sich über eine Anerkennung in dieser Form. Aber wie sollte man einen Gästebucheintrag formulieren, ohne schwülstig zu wirken? In erster Linie entscheidet die Form des Gästebuches. Handelt es sich bei den Gastgebern um Familie, Freunde und Bekannte? Dann darf der Eintrag ruhig sehr persönlich verfasst sein. Zu einem offiziellen Empfang oder nach einem Hotelaufenthalt wählen Sie lieber einen zurückhaltenden Stil.
Form und Stil
Wenn Sie einen seriösen Gästebucheintrag formulieren, ist nicht nur der Inhalt von Bedeutung. Schreiben Sie Ihre Zeilen nicht über die gesamte Seite. Ein breiterer Rand an beiden Seiten sollte selbstverständlich sein. Einen ansprechenden Gästebucheintrag formulieren, wenn gerade der größte Trubel im Gange ist, garantiert oft Fehler. Wählen Sie eine ruhige Minute ohne allzugroßes Publikum. Eine Anrede sollte immer selbstverständlich sein und zeugt von gutem Stil! Vergessen Sie bitte nicht Ihren Eintrag zu unterschreiben. Die Kürzel Familie K. aus D. erwecken eher den Eindruck, dass Sie befürchten für Ihre Worte eines Tages zur Rechenschaft gezogen zu werden. So etwas wirkt eher unseriös.
Inhalte
Der Eintrag in ein Gästebuch ist keinesfalls ein Bewertungsportal! Auch wenn Sie mit dem Service nicht zufrieden waren, gehören derartige Bemerkungen nicht hinein! Dafür gibt es spezielle Plattformen oder das persönliche Gespräch mit dem Gastgeber. Im Gästebuch ist ausschließlich Platz für positive Eindrücke, Gedanken und bestenfalls gute Wünsche. Einige Zeitgenossen sind oft überrascht und verunsichert, wenn sie auf die Schnelle einen Gästebucheintrag formulieren sollen. Diese Situationen kann man entschärfen, wenn bereits daheim ein kleines Konzept in Ruhe vorbereitet wird. Passend zum Anlass und vielleicht mit einem kleinen Zitat. Vergessen Sie aber dabei bitte nicht den eigentlichen Verfasser zu nennen! Ein Beispiel könnte sein: …Johann Wolfgang von Goethe hat einmal gesagt…; anschließend folgt dann das Gedicht oder Ähnliches. Den kleinen Spickzettel nehmen Sie dann einfach mit und haben so Ihren Eintrag bereits parat.
Internet Gästebücher
Viele Internetnutzer integrieren in ihre Website auch ein Gästebuch. Selbst wenn hier der Ton etwas lockerer gehandhabt wird, gelten doch im Allgemeinen die gleichen Regeln. Möchten Sie einen seriösen Gästebucheintrag formulieren, verzichten Sie möglichst auf Smileys oder animierte Grafiken, diese gehören in den privaten Bereich. Auch in virtuellen Gästebüchern sollten Sie mit Ihrem Namen unterschreiben, denn ein anonymer Eintrag weckt schnell den Gedanken an Missbrauch.