Gallenbeschwerden - das hilft wirklich

Gallenbeschwerden können von leichter Übelkeit bis hin zu schwersten Koliken die unterschiedlichen Formen annehmen.


Grundsätzlich sollten Sie lang anhaltende Gallenbeschwerden niemals auf die leichte Schulter nehmen. Denn mit einem Gallenstein ist nicht zu spaßen. Hat er sich erst einmal gebildet und sitzt im Gallengang fest, dann kann das lebensgefährlich werden.  Anderseits ist die Galle jedoch auch ein Organ, das rasch auf schlechte Behandlung reagiert und durch entsprechendes Verhalten des Patienten leicht wieder zufriedengestellt werden kann. Hat ein Arzt eine ernsthafte Erkrankung ausgeschlossen, können Gallenbeschwerden gut mit rezeptfreien Arzneimitteln behandelt werden.

Heilpflanzen bei Gallenbeschwerden
Der Gallenfluss kann durch unterschiedliche Heilpflanzen angeregt werden. Diese sind zum Beispiel Löwenzahn, Artischocken, Gelbwurzel, oder Schafgarbe. Die Heilkräuter werden entweder als Tee oder in höherer Dosierung auch als Extrakte angewendet. Nehmen Sie gegen die krampfartigen Schmerzen die bei Gallenbeschwerden oft dazugehören ein krampflösendes Arzneimittel, auch diese sind oft rezeptfrei in der Apotheke zu erhalten. Außerdem helfen warme Wickel oder eine Wärmflasche auf dem Oberbauch. Sie lindern die Schmerzen und wirken krampflösend. Doch nicht alle Gallensteine verursachen auch Beschwerden. Beinahe die Hälfte aller Betroffenen bemerken zunächst nichts von ihrer Krankheit. Bei anderen treten krampfartigen Schmerzen im rechten Oberbauch auf, die bis zur Schulter ausstrahlen können. Es gibt Patienten, bei denen diese Schmerzen häufig wieder kommen. Nahezu immer gehen die Schmerzen mit Fieber einher. Sobald das Fieber über 38,5 Grad steigt oder Schüttelfrost hinzu kommt sollte man dringend einen Arzt rufen. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn sich Haut oder Augen gelb verfärben.

Vorbeugung vor Gallenbeschwerden
Es gibt verschiedene Faktoren, die das Entstehen von Gallensteinen, Gallengries und Ähnlichem begünstigen. Dazu gehören vor allem Übergewicht, zu fettes Essen und der Genuss vieler Reizstoffe wie zum Beispiel Kaffee oder Alkohol. All dies fordert eine erhöhte Produktion von Gallenflüssigkeit in der Leber, welche in der Galle sozusagen zwischengelagert werden muss. Die Galle fühlt sich überfordert und rebelliert sozusagen – es entstehen Gallenbeschwerden. Um einem Gallenleiden vorzubeugen, sollten Sie sich also fettarm und ballaststoffreich ernähren, fettfreie Diäten vermeiden und nicht auf das Frühstück verzichten, welches eine langsame Einstellung auf den neuen Tag darstellt. Außerdem ist leichter Sport auch für das Wohlergehen der Galle und vieler anderer innerer Organe zuträglich.