Gangrän Behandlung - Ablauf

Die Gangrän Behandlung ist für Patienten und Ärzte eine Geduldsfrage.


Betroffene sprechen nicht gern über ihr Leiden. Offene, schlecht heilende Wunden sind als Unterhaltungsthema nicht sehr geeignet. Für Patienten und Ärzte stellen diese durch Durchblutungs- störungen entstandenen offenen, gelegentlich auch trockenen und verschorften Stellen (Gangräne) ein erstzunehmendes Problem dar. Schwere Infektionen können sich entwickeln. Eine erfolgreiche Gangrän Behandlung dauert oft mehrere Monate.

Raucher und Diabetiker sind besonders betroffen
Meistens machen sich Durchblutungsstörungen zunächst an Zehen und Knöcheln bemerkbar. Das arterielle Blut gelingt nicht mehr in diese abgelegenen Körperregionen. Das Gewebe stirbt ab. An den unterversorgten Stellen bilden sich schlecht heilende Wunden, die mit erheblichen dauerhaften Schmerzen verbunden sind, die auch in Ruhestellung nicht verschwinden. Besonders gefährdet sind Raucher, Menschen mit zu hohem Blutdruck und vor allem auch Diabetiker

Diagnose und Therpaie erfordern auch vom Patienten Disziplin
Bevor Ihr Arzt sich an die Versorgung des Gangräns begibt, wird er erst einmal durch intensive Befragung nach den Ursachen für die Durchblutungsstörungen forschen. Denn bevor diese Ursachen nicht beseitigt sind, wird auch die Wunde nicht heilen. Raucher müssen sich auf ein striktes Rauchverbot einstellen, bei Diabetikern wird nachgeforscht, ob ihre Zuckerwerte mit den vorhandenen Medikamenten im „grünen Bereich“ sind. Hypertoniker (zu hoher Blutdruck) werden medikamentös behandelt, bis die Werte wieder im Normalbereich liegen.

Das Gangrän hat mehrere Erscheinungsformen
Die Gangrän Behandlung richtet sich schließlich nach der Erscheinungsform. Offene Wunden werden gereinigt und desinfiziert. Selbst in Universitätskliniken hat man sich inzwischen auf das alte Heilmittel Zucker besonnen. Die Wunde wird über mehrere Stunden nicht abgedeckt, die Wundränder leicht mit Zucker bestreut. Dies beschleunigt den Heilungsprozess. Trockene Gangräne sind Hautstellen, die zum Teil dick verschorft sind. In diesen Fällen versuchen die Ärzte, den Schorf aufzuweichen und zu entfernen. Gelingt dies nicht, wird die Schorfschicht operativ abgetragen, um die betroffene Stelle wieder mit Sauerstoff zu versorgen.

Damit keine Infektionen den Heilungsprozess stören, müssen die Patienten meistens zusätzlich Antibiotika nehmen. Gelingt die Gangrän Behandlung mit diesen Mitteln nicht, gibt es die Möglichkeit, einen Bypass zu legen oder eine operative Gefäßerweiterung vorzunehmen, um die betroffene Stelle wieder mit Blut zu versorgen. In jedem Fall gilt: Behandeln Sie ein Gangrän niemals selbst.