Schlafen Kinder im Elternbett, werden schnell Unkenrufe laut, man würde sie nie wieder hinausbekommen. Doch meist wünscht sich das Kind ab einem gewissen Alter von ganz allein in sein Bett. Im übrigen hinterlässt das „Co-Sleeping“, so der fachsprachliche Begriff für das Kuscheln, nachweislich keine psychischen Schäden. Im Gegenteil, viele Psychologen finden es unnatürlich, wenn Eltern Ihr kleines Kind zum Schlafen in seinem Zimmer allein lassen.
Der Sicherheit wegen sollte man jedoch einiges beachten:
Schlechtes Gewissen adé
Am wichtigsten ist es, keine Schuldgefühle zu haben, dass hre Kinder im Elternbett schlafen. Am wichtigsten ist schließlich, dass die ganze Familie viel Schlaf und Ruhe findet – egal ob das Baby im Elternbett oder im eigenen Zimmer schläft. Meist ist das Ende der Stillzeit ein guter Übergang für ein eigenes Kinderbett, manchmal aber auch erst der Eintritt ins Kindergartenalter.
Kind vorbereiten
Wer sein Baby langsam auf das eigene Zimmer vorbereiten will, kann es zum Mittagsschlaf in sein Zimmer legen, außerdem können Sie regelmäßig das Zimmer zum Lesen und Kuscheln nutzen, sodass es sich in dem Zimmer wohlfühlt. Lassen Sie zum Einschlafen das Licht an oder tragen Sie das Kind nachts in sein eigenes Bett, sodass es in seinem Zimmer aufwacht. Machen Sie das Kinderbett und Zimmer für das Kind anheimelnd und gemütlich. Auch Gutenacht-Rituale machen die Umgewöhnung leichter.
Nähe spüren
Zwischen dem dritten und dem vierten Lebensjahr haben Kinder häufig große Probleme beim Einschlafen. In dieser Zeit wird ihnen nämlich klar, dass sie eine eigenständige Persönlichkeit sind – dadurch fühlen sie sich, als würden ihre Eltern sich immer weiter von ihnen entfernen, schließlich hat das Kind sich vorher als Teil der Eltern begriffen. Ist man also nicht bei den Eltern, werden Verlustängste laut. Deshalb lieben es Kinder in diesem Alter bei ihren Eltern im Bett zu schlafen, weil sie sich so geborgen fühlen. Auch Eltern können das Kuscheln mit Ihren Kindern ungestraft genießen, denn meist geht das Kind von allein zurück in sein Bett – nämlich dann wenn es beweisen will, dass es vieles schon ganz allein kann. Wenn Sie den Abnabelungsprozess ankurbeln wollen, können Sie Ihrem Kind eine normalgroße Matratze besorgen und erklären, dass das Kind nun ein Bett für Große bekommt.
Zeit zu zweit
Manchmal ist der Besucher im Bett jedoch für Eltern eine Belastung, nämlich dann wenn die intime Zweisamkeit mit dem Partner zu kurz kommt. Doch da die Phase meist nicht allzu lange dauert, sollten Eltern dies gut überstehen. Suchen Sie sich einfach andere Zeitpunkte und Orte, reden Sie außerdem offen mit Ihrem Partner über die Situationen, um Groll zu vermeiden.