Garten im Herbst

Der Garten im Herbst steht im Zeichen der Pflanz- und Erntezeit. Was im Frühjahr angebaut worden ist, kann nun frisch genossen werden. Oder Sie konservieren es für später.


Nun geht die Gartensaison langsam ihrem Ende entgegen. Die Tage werden kürzer, die Blätter verfärben sich und fallen von den Bäumen. Aber auch im Garten im Herbst muss noch einiges getan werden, um ihm zu einem blühenden Endspurt zu verhelfen. Für viele gehören diese Monate sogar zur schönsten Gartenzeit. Man kommt nicht ins Schwitzen, weil es angenehm kühl ist und abends wird der passionierte Hobbygärtner mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang belohnt.

Rasen fein für den Winter machen
Der Rasen ist in den Herbstmonaten besonders pflegeintensiv. Herbfallende Blätter behindern die Sauerstoffzufuhr und sollten sofort entfernt werden. Wird die Grasnabe nicht ausreichend belüftet, droht Schimmel. Zwar muss der Rasen bald nicht mehr regelmäßig geschnitten werden, weil er ohnehin nur noch wenig wächst, jedoch sollte er mit speziellem Kaliumdünger gestärkt werden. Doch sollte nicht derselbe Dünger wie im Frühjahr verwendet werden, da dieser Stickstoff enthält. Dieser wiederum regt das Wachstum des Rasens an.

Pflanz- und Erntezeit
Nicht nur im Frühling können neue Pflanzen in die Erde gebracht werden. Auch im Herbst lässt sich mit den richtigen Pflanzen noch einmal ein richtiger Farbenrausch erreichen. Staudengewächse wie beispielsweise japanische Annemonen, Astern und winterharte Alpenveilchen füllen Lücken im Blumenbeet und sorgen für stimmungsvolle Akzente. Weitere Herbstblüher sind Silberkerze und Eisenhut. Herbstzeit ist auch Pflanzzeit. Leuchtend rote Äpfel und saftige Birnen warten darauf, gepflückt zu werden. Das frisch geerntete Obst kann anschließend entweder gleich gegessen oder für später eingelagert oder eingeweckt werden.

Umgraben
Der Herbst ist auch die ideale Zeit, den Boden umzugraben und ihn somit auf den Frühling vorzubereiten. Schwere Böden lassen sich im Frühling oft nur effektiv bearbeiten, wenn sie im Herbst tief umgegraben worden sind. Dabei sollte jedoch nur die oberste Erdschicht gewendet werden. Erde aus tieferen Schichten sollte nach Möglichkeit nicht an die Oberfläche gelangen. Um bei dieser anstrengenden Arbeit Rückenschmerzen zu vermeiden, ist es ratsam, sich stets langsam rückwärts zu bewegen. Achten Sie darauf, nur geeignetes Werkzeug zu verwenden. Der Spaten sollte beispielsweise bis zur untersten Rippe reichen und sollte darüberhinaus gut in der Hand liegen. Bei jeglichen Arbeiten sollte immer der ganze Körper gewendet werden, anstatt nur den Oberkörper in die entsprechende Richtung zu drehen.

Komposthaufen anlegen
Da im Garten im Herbst in Haus und Garten viel biologischer Müll entsteht, sollte in dieser Zeit ein Komposthaufen angelegt werden. Das gesammelte Material wird mithilfe unzähliger Mikoorganismen in wertvolle Komposterde umgewandelt. Zunächst sollte eine Schicht aus grobem Holzschnitt angelegt werden, darauf folgen die Rohstoffe. Je vielfältiger die Mischung ist, desto wertvoller ist später auch die fertige Komposterde. Hat der Haufen eine Höhe von einem Meter erreicht, sollte er mit einer Schicht aus Stroh, gelochter Folie und Vlies bedeckt werden. Diese stellt sicher, dass der Komposthaufen im Sommer vor Austrocknung geschützt ist.