Gastritis - Vorsicht, ein Magengeschwür kann folgen!

Den Schutz vor der aggressiven Magensäure bietet die Magenschleimhaut. Wenn diese sich entzündet, wird das als Gastritis bezeichnet. Durch den Angriff dieser Magensäure kann ein Magengeschwür entstehen


Die Magenschleimhaut schützt den Magen vor der zur Verdauung benötigten Magensäure. Wenn die Magennschleimhaut angegriffen ist und sich entzündet, nennt man dies Gastritis. Dabei kann die Schleimhaut so stark angegriffen werden, dass sogar ein Magengeschwür entstehen kann.

Krankheitsverlauf
Eine akute Gastritis entwickelt sich schnell und wird meist von starken Schmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen begleitet. Eine chronische Gastritis hingegen entwickelt sich sehr langsam und wird in drei Gruppen eingeteilt, Typ A, Typ B und in Typ C. Es wird geschätzt, dass allein in den westlichen Ländern fast die Hälfte der über 50-Jährigen unter einer chronischen Gastritis leiden. Zumeist liegt hierbei dann Gastritis Typ B vor. Die chronische Gastritis verläuft oft unbemerkt und wird nur in Zufallsdiagnosen oder während einer anderen Erkrankung entdeckt.

Ursachen einer Gastritis
Die Ursachen für eine akute Gastritis können beispielsweise die häufige Einnahme von Schmerzmitteln, starker Alkoholkonsum, Rauchen, Lebensmittelvergiftungen, sehr viel Kaffee, Stress, Verletzungen oder auch Leistungssport sein. Die Symptome einer Gastritis fallen dabei sehr unterschiedlich aus. Eine akute Gastritis tritt in der Regel plötzlich auf und kann unter anderem ein Druckgefühl und Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Aufstoßen und einen unangenehmen Geschmack im Mund mit sich bringen. Besonders nach dem Essen verstärken sich diese Symptome. Eine chronische Gastritis hingegen bereitet einem kaum Beschwerden.

 

Behandlungsmöglichkeiten
Da zumeist die Magennsäure Grund für die Entstehung einer Gastritis ist, wird bei der Behandlung die Magennsäureproduktion zuerst etwas gehemmt. Am geeignetesten haben sich sogenannte Protonenpumpenhemmer bewährt. Zweite Wahl bei der Behandlung einer Gastritis sind H2-Rezeptorenblocker. Durch die Hemmung der Magensäureproduktion werden zum einen die Schmerzen gelindert und zum anderen kann sich die Magenschleimhaut erholen. Ist der Magen durch die Gastritis stark verkrampft, können Medikamente helfen, die die Magenbewegungen wieder anregen. Während jeglicher Therapiemaßnahmen sollten alle Magen reizenden Sachen vermieden oder zumindest stark eingeschränkt werden. Es gibt keine speziellen Diäten oder Lebensweisen, um einer Gastritis vorzubeugen. Möchte man dennoch Vorsicht walten lassen, so sollte man magenreizende Dinge auslassen. Unter anderem zählen dazu sehr scharfes und heißes Essen, Alkohol und Kaffee und man sollte auch eventuell vorhandenen Stress abbauen.