Gastroskopie - die Magenspiegelung

Damit der Arzt in das Innere des Magen-Darm-Traktes sehen kann, wird eine Magenspiegelung durchgeführt. Diese ist zwar schmerzlos aber äußerst unangenehm.


Bei einer Gastroskopie oder auch Magenspiegelung genannt, wird ein 1,20 Meter langes und 5 Millimeter dickes Gastroskop verwendet, mit dem sowohl der Magen, als auch der Zwölffingerdarm und die Speiseröhre von innen untersucht werden können. Die gesamte Untersuchung ist wie bei allen Endoskopien nicht schmerzhaft und in wenigen Minuten vorüber.

Gastroskop
Ein Gastroskop, auch Endoskop genannt, ist ein flexibles und schlauchförmiges Instrument, das aus Glasfasern besteht und eine Umantelung aus Kunststoff besitzt. Der Kopf des Endoskopes lässt sich durch sogenannte Steuerräder in die richtigen Öffnungen des menschlichen Körpers führen und leiten. Dieser beinhaltet eine kleine Kamera, die Bilder sendet und ein Kaltlicht, um die Hohlräume und Gewebe nicht unnötig durch Wärme zu beeinflussen. Weiterhin können am Kopf des Endoskopes zusätzliche Geräte angebracht werden, wodurch beispielsweise Flüssigkeiten abgesaugt oder Schnitte vollführt werden können.

Vorbereitung
Um einwandfreie Ergebnisse zu erzielen, darf der Patient sechs Stunden vor dem Eingriff keine Speisen zu sich nehmen, da diese den Weg verstopfen könnten. Zudem dürfen nur die Medikamente genommen werden, die mit dem Arzt besprochen wurden. Wenn es vertretbar ist, sollte die Medikamenteneinnahme etwa 10 Tage vor der Untersuchung abgesetzt werden. Jedoch sollte niemals im eigenen Ermessen gehandelt werden, sondern immer in Absprache mit dem jeweiligen behandelnden Arzt.

Durchführung
Im Allgemeinen ist keine örtliche Narkose vonnöten, wird jedoch auf Wunsch gemacht. Zudem kann ein beruhigendes Medikament verabreicht werden. Während der Patient auf der linken Seite liegt, führt der Arzt das Gastroskop durch den Mund über den Rachen in die Speiseröhre ein. Dabei durchläuft das Endoskop den Magen und endet im Zwölffingerdarm. Während des Prozesses sollte der Patient bei dem Einführen des Schlauches immer wieder schlucken, damit kein Würgereiz aufkommt. Nun wird Luft in die Hohlräume geblasen, die sich daraufhin ausdehnen und einen besseren Blick auf die Schleimhäute zulassen. In der Regel entnimmt der Arzt eine Gewebeprobe mit Hilfe einer Zange, die am Kopf des Endoskopes befestigt ist. Da die Schleimhäute schmerzunempfindlich sind, verspührt der Patient selbst dann keinen Schmerz. Am Ende der Untersuchung wird der Schlauch einfach wieder herausgezogen.

Risiko
Zwar gilt eine Magenspiegelung als äußerst sicher, da keine chirugischen Eingriffe vonnöten sind, doch bleibt immer ein Restrisiko, über das Sie der Arzt aufklären muss. So können Verletzungen der Verdauungstraktwand vorkommen, sowie Blutungen bei einer Gewebenahme eine Störung der Atemfunktion und Herz-Kreislaufsystems auslösen.

Alternativen
Alternativ bieten sich Röntgenuntersuchung, CT oder MRT an.