Gasumbau - eine Kostenübersicht

Um festzustellen, ob sich ein Gasumbau für einen lohnt, sollte man sich einen Überblick über die Einbau- und Folgekosten verschaffen


Die Benzinpreise steigen stetig an, Autofahren wird mehr und mehr zum Luxus. Eine attraktive Alternative stellt sicher das Fahren mit Autogas dar. Mittlerweile gibt es in Deutschland über 6.000 Autogastankstellen und sehr viele Anbieter, die den Gasumbau anbieten, sofern man ihn nicht bereits beim Kauf eines Neuwagen mitbestellen konnte. Hierbei fallen zunächst Kosten für die Umrüstung selbst, eventuell aber auch noch Folgekosten an.

Kosten für die Umrüstung auf Autogas
Die Kosten für den Umbau variieren stark je nach Anbieter, Motorleistung, Tankgröße und Anlagetyp. Es lässt sich sagen, je mehr Zylinder ein Motor hat, desto teurer ist der Umbau. Zwischen einem 4- und einem 8-Zylindermotor liegt etwa eine Kostendifferenz von 200 bis 300 Euro. Welche Anlage die geeignete ist, lässt sich bei dem Fahrzeughersteller erfragen. Viele Hersteller geben hierzu allerdings noch keine Angaben, so dass man auf die Beratung eines seriösen und qualifizierten Umrüsters angewiesen ist. Die Anlage selbst kostet etwa 400 Euro, mit Einbau kostet die Umrüstung dann zwischen 1.400 und 2.500 Euro. Die TÜV Abnahme mit Eintragung ist bei den meisten Anbietern hierin bereits erhalten. Bei manch einem „Billiganbieter“ ist dies jedoch nicht der Fall. So gibt es Anbieter in Polen, die den Einbau für unter 1.000 Euro anbieten. Hier ist meist aber noch die deutsche TÜV Abnahme erforderlich, die bei etwa 200 Euro liegt. Sofern die Anlage nicht abgenommen wird, kann es teuer werden – zumal das Fahrzeug dann nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen darf. Daher empfiehlt es sich, von derartigen Billigangeboten Abstand zu nehmen. Von einem Selbstumbau ist dringend abzuraten. Immerhin ist Autogas eine explosive Sache und ein kleiner Fehler kann fatale Folgen haben.

Folgekosten und Kostenersparnisse nach dem Einbau
Es gibt einige Motoren, deren Ventile ungehärtet sind. In diesem Fall ist ein Schutz für die Ventile erforderlich, zum Beispiel Flashlube Automatic Lubrication, welches in den Motor gespritzt wird. Eventuell fallen noch Kosten für die Versicherung an. Eine Absprache bei seinem KFZ Versicherer ist daher bereits im Vorfeld zu empfehlen. Hinzu kommen noch Wartungskosten, die jedoch eher gering sind. Einige Werkstätten bieten bereit Autogasinspektionen für etwa 69 Euro an, die alle 20.000 Kilometer empfohlen wird. Manch einer mag von den Kosten für den Gasumbau abgeschreckt sein. Der Gaspreis ist in der Regel jedoch halb so hoch, wie der Benzinpreis. Da ein Gasfahrzeug etwa fünf Prozent mehr Treibstoff verbraucht, kommt man auf eine Verbrauchsersparnis von etwa 45 Prozent. Bei etwa 25.000 Kilometer Fahrleistung pro Jahr, bei einem Verbrauch von  neun Litern Benzin (also etwa zehn Litern Autogas), kommt man so bereits auf eine Ersparnis von etwa 1.600 Euro pro Jahr. Je nach Fahrleistung rechnet sich der Gasumbau so bereits nach zwei Jahren.