Gedächtnistraining für Senioren – Tipps

Gedächtnistraining für Senioren dient als Vorbeugung gegen geistigen Verfall und zur Förderung der Merkfähigkeit und Konzentration


Für den Schutz der geistigen Fähigkeiten ist es schon ab dem 50. Lebensjahr sinnvoll, sein Gedächtnis durch ein tägliches Gedächtnistraining für Senioren zu stimulieren und damit der Vergesslichkeit vorzubeugen. Mit zunehmendem Alter geht die Zahl der Nervenzellen zurück und hat damit Einbußen der Gedächtnisleistung zur Folge. Dies ist eine vollkommen normale körperliche Reaktion, der schon durch alltägliche Aufgaben und Aktivitäten vorgebeugt werden kann. Um seine geistige Leistungsfähigkeit zu schulen sollte das Gehirn also neue Sinneseindrücke und Erfahrungen verarbeiten, um Vernetzungen zwischen Nervenzellen neu zu knüpfen oder zu verstärken. Gedächtnistraining für Senioren kann somit kognitive Fähigkeiten erhalten und fördern und gleichzeitig, besonders im Frühstadium, dementiellen Krankheiten vorbeugen.

Gedächtnistraining für Senioren im Alltag
Schon die einfachsten alltäglichen Aufgaben können älteren Menschen helfen geistig fit zu bleiben. Ein gutes Beispiel wäre hier das Auswendig lernen des Einkaufszettels und die folgende Kontrolle ob alles behalten oder etwas vergessen wurde. Des weiterem ist die tägliche Aufnahme von Informationen durch die Tageszeitung, das Verfolgen der Tagespolitik und auch das Lösen von darin enthaltenen Kreuzwort- und Sudokurätseln eine gute Alternative für die Schulung der Merk- und Konzentrationsfähigkeit. Auch kreative Beschäftigungen, wie Malen, Töpfern, das Spielen eines Musikinstrumentes oder auch Stricken sollten beim Gedächtnistraining für Senioren nicht außer Acht gelassen werden. Dabei sollte jedoch der Spaß an einer Sache im Vordergrund stehen, sodass ältere Menschen diese Aktivitäten häufig und motiviert durchführen. Auch Schach- und Skatspiele sind hier sehr beliebt und von großem Nutzen.

Bildung neuer Nervenverknüpfungen
Im Allgemeinen ist es jedoch erwiesen, dass durch die erhöhte Aufnahme von Sinneseindrücken in einer ungewohnten Situation oder Umgebung, die Aktivität des Gehirns erhöht wird und dadurch wiederum neue Nervenverknüpfungen gebildet werden. So ist es also auch sinnvoll etwas Alltagsuntypisches zu unternehmen, beispielsweise den Besuch eines Tanzkurses, oder beim Spaziergang einfach nur einen anderen Weg durch ein bisher unbekannten Stadt- oder Ortsteil einzuschlagen. Das Ändern von vertrauten Bewegungsmustern ist also die beste Möglichkeit für ein Gedächtnistraining für Senioren und die Förderung ihres Selbstbewusstseins. Besonders soziale Kontakte und Konversationen halten den Geist beweglich. Das gemeinsame Kochen, Unterhalten und dergleichen mit Freunden oder Familie sind dabei wichtige Impulsgeber für das Gehirn und machen noch dazu Spaß. Dadurch werden Erfahrungen ausgetauscht, über die Vergangenheit erzählt und über gegenwärtiges berichtet und ausgewertet. Es wird sich erinnert, verglichen und festgestellt und neue Gedankengänge werden aufgenommen. Dabei kann man von- und miteinander lernen und trainiert ebenfalls das Gedächtnis. Auch ehrenamtliches Engagement, das Nutzen von kulturellen Angeboten oder das Reisen zu ungewohnten Orten sorgen für Gesprächsstoff und halten das Gehirn fit.

Übungen der Altenpflege zum Gedächtnistraining für Senioren

Besonders in der Altenpflege wird Wert darauf gelegt, mit speziellen Übungen vorhandene Gedächtnisfähigkeiten auszubauen, verlorene Befähigungen wiederzugewinnen und somit auch Demenz vorzubeugen. Hier werden spezielle Übungsstunden durchgeführt, bei dem die Teilnehmer zwar gefördert aber nicht überfordert werden. Dabei soll in einer freiwilligen Gruppentherapie Informationen ausgetauscht, wieder aufgefrischt und die jeweiligen Gruppenmitglieder durch Hilfe von anderen in den Prozess integriert werden. Damit werden ebenfalls soziale Kompetenzen geschult. So besteht eine Übung beispielsweise daraus, der Gruppe 30 Begriffe vorzulesen und diese nach 5 Minuten abzufragen. Ziel der Teilnehmer und des Trainingsleiters ist es, das sich die Betroffenen möglichst viele Begriffe merken können. Auch Pantomime und Wortspiele sind als Übung sehr sinnvoll. Besonders ertragreich sind Spiele, bei denen sich die Teilnehmer an etwas aus ihrer Vergangenheit erinnern sollen, wie zum Beispiel beim Schlagerraten mit Musiktitel aus der damaligen Zeit oder Fotos von damaligen Prominenten. So wird die Erinnerungsfähigkeit gefordert und die einzelnen Gruppenmitglieder können in ein Gespräch verwickelt werden. Um die Trainingseinheiten aufzulockern und die Konzentrationsfähigkeit wieder herzustellen, sollten in regelmäßigen Abständen leichte Bewegungsübungen eingebaut werden. Neben der körperlichen Fitness, den sozialen Kontakten und dem Gedächtnistraining für Senioren sollte jedoch auch eine ausgewogene Ernährung nicht außer Acht gelassen werden, damit der Körper die wesentlichen Nährstoffe bekommt, die er zum Aufbau und zur Stärkung neuer Nervenverbindungen benötigt.