Ein Foto mit zwei lachenden Mädchen. Im Hintergrund ist ein Mann hinter einer Theke zu sehen, doch ansonsten niemand mehr. Aber plötzlich erkennt man bei näherem Hinsehen eine Gestalt zur Linken eines der Mädchen, die das Handgelenk des Mädchens berührt. Der Umriss ist verschwommen, dennoch erkennt man eindeutig eine Figur. Etwa ein Geist? Nein, ganz bestimmt nicht, denn für solche rätselhaften Geisterfotos gibt es eine logische Erklärung.
Eindeutig eine Frage der Belichtung
Solche Fotos tauchen öfters in den Medien auf und die sogenannten Künstler versuchen die geisterhaften Erscheinungen als übersinnlich zu verkaufen. Laien glauben daran und finden solche „Begegnungen der dritten Art“ gruselig, doch professionelle Fotografen lachen nur über solche Hirngespinste, denn sie wissen es besser. Der sogenannte Geist ist einfach nur eine Illusion? So ist es auch nicht, denn an Geisterfotos hat nur die Kraft der Physik Schuld, besser gesagt, liegt die Erklärung in der Technik. Diese Phänomene entstehen lediglich durch eine falsche Einstellung und werden überwiegend durch Doppelbelichtung oder einer zu langen Verschlusszeit verursacht. Ebenso tragen häufig ältere Kameras dazu bei, die nur auf feste Punkte fixiert sind. Zwei Menschen, die vor einer Mauer still stehen werden problemlos erfasst, doch flitzt währenddessen ein schwarzer Vogel durch das Bild, sieht man den nur verschwommen und da der Fotograf den Piepmatz in dem Moment des Ablichtens nicht bemerkt hat, halten er und seine Modelle den harmlosen Vogel für einen geisterhaften Schatten.
Staubpartikel, Haare und Teile der Finger werfen Fragen auf
Manche Geisterfotos, sind mit kleinen leuchtenden Punkten versehen, sogenannten Orbs. Während jeder, der bei Tageslicht fotografiert, weiß, das solche Flecken auf die Sonneneinblendung zurückzuführen sind, wundern sie sich nur, warum Orbs auch bei Nachtaufnahmen enstehen können. Das sind nicht etwa Glühwürmer oder das Leuchten der Sterne, sondern meistens harmlose Staubpartikel, die das Licht des Blitzes reflektieren. Sogar Lichtstreifen entstehen lediglich dadurch, das sich ein feines Haar auf die Linse abgesetzt hat. Und die Schemenhaften Schatten am Rand eines Fotos? Vielleicht ein bisschen besser aufpassen, wo man die Finger ablegt, denn ein Teil eines Fingers auf der Linse macht noch lange keine Geisterfotos aus.