Geistheilung - Die Hilfe zur Selbsthilfe

Der Begriff der Geistheilung beschreibt eine unkonventionelle Form der Therapie von Erkrankungen des Körpers oder der Seele.


Bei der Geistheilung handelt es sich um eine Form der Therapie, die sich den Lehren der konventionellen Wissenschaft entzieht. Grundgedanke der Geistheilung ist es, dass eine Störung des Energieflusses zwischen den einzelnen Bewusstseinsstufen, zu Erkrankungen führt. Geistheiler können außergewöhnliche Energien und Kräfte freisetzen, welche diese Störung des Energieflusses beseitigen. Dies führt dazu, dass die Bewusstseinsstufen ins Gleichgewicht gelangen und so die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden.
Geistheiler werden oft von Patienten chronischer Erkrankungen aufgesucht, bei denen konventionelle Therapien keine Besserung der Symptome brachten. Die Betroffenen sehen meist in der Geistheilung die einzige Chance auf Genesung.

Kulturübergreifenes Phänomen
Theorien und Vertreter der Geistheilung finden sich in verschiedenen Kulturen wieder. Eine bekannte Art der geistigen Heilung stammt aus dem japanischen Kulturkreis und heißt Reiki. Beim Reiki wird durch Handauflegen oder durch das Intonieren von Mantren heilende Energie freigesetzt. Aber auch aus anderen Kulturen sind Geistheiler bekannt. So finden sich in vielen Religionen Schamane oder Medizinmänner, die beispielsweise durch Gebete Krankheiten heilen sollen.

Formen der Geistheilung
Eine Form der Geistheilung ist das Handauflegen, das auch beim Reiki Verwendung findet. Vertreter der Heilung durch Handauflegen geben an, dass von den Händen der Geistheiler Energieströme ausgehen, die einen Teil der menschlichen Aura bilden sollen. Besonders bei Erkrankungen der Haut, wie der Gürtelrose oder Neurodermitis, soll das Handauflegen heilende Wirkung haben.
Im Schamanismus gelangt der Schamane durch rituelle Handlungen und Beschwörungsformeln in eine Art Trancezustand, der durch Räucherwerk, Trancetänze oder Drogen noch verstärkt werden kann. Diese Trance erlaubt es ihm in Kontakt mit Geistern zu kommen, welche ihm Wissen über die Heilung Kranker zukommen lassen.
Eine weitere Form der Geistheilung ist die Besprechung betroffener Körperstellen, zum Beispiel einer Hauterkrankung.

Wirksamkeit aus wissenschaftlicher Sicht
Aus wissenschaftlicher Sicht konnte die Geistheilung noch nicht nachgewiesen werden. Die Forschern nehmen an, dass die heilende Wirkung der Methoden sogenannter Geistheiler auf einen Placebo-Effekt zurückzuführen sind. Das bedeutet, dass Menschen von ihren Erkrankungen geheilt wurden, weil sie an die Kräfte der Wunderheiler glaubten.
In der Vergangenheit zeigte sich, dass viele der vermeintlichen Heiler mit Tricks arbeiteten, um ihre Patienten zu täuschen. So diagnostizierten die Geistheiler Krankheiten, an denen die Patienten gar nicht litten und heilten diese dann davon.