Gelenke - die Verbindungsstellen des Skelettes

Schmerzen der Gelenke sind bei vielen Menschen keine Seltenheit und schränken die Bewegungsfreude stark ein.


Wir schenken vielen wichtigen Körperteilen solange keine Aufmerksamkeit, bis wir uns daran verletzen oder erkranken. Gelenke gehören ebenfalls dazu. Doch wenn man sich einmal beim Sport an einem Gelenk verletzt oder an Rheuma erkrankt, wird einem erst bewusst, wie wichtig sie für eine reibungslose und umfassende Bewegungsfähigkeit sind. Die Gelenke sind die Bestandteile unseres Bewegungsapparates, die als Verbindungsstelle zwischen Knochen ein Bewegen der Körperteile überhaupt erst ermöglichen.

Der Bewegungsapparat
Unsere Bewegungsapparat besteht aus vielen Einzelteilen, die aufeinander angewiesen sind. Dazu gehören die Knochen, Gelenke, Knorpel, Bänder, Sehnen, Menisken, Schleimbeutel und Muskeln. Dabei gehören Skelett, also alle Knochen, und die Verbindungsstellen, nämlich die Gelenke, zum passiven Teil des Apparates, die also Bewegungen nicht initiieren, sondern nur ermöglichen und „mitmachen“. Ein Gelenk ist mithilfe der übrigen Bestandteile in den Bewegungsapparat integriert.

Aufbau eines echten Gelenkes
Gelenke verbinden jeweils zwei Knochen miteinander, zwischen denen sich ein Spalt befindet (Gelenkspalt). Ein Gelenk besteht typischerweise aus einem Gelenkkopf und einer passenden Gelenkpfanne. Davon gibt es einige unterschiedliche Formen, wonach auch die verschiedenen Gelenkarten benannt sind. Das Gelenk selbst wird durch Sehnen, Muskel und Bänder verstärkt, fixiert und bewegt. Für die Festigkeit, Stabilität und den Schutz wird es durch die Gelenkkapsel umschlossen, die aus Fasern und manchmal Bändern bestehen. Im Inneren ist die Gelenkkapsel mit einer Innenhaut überzogen, welche die Gelenkschmiere produziert, die einen dünnen Film zwischen Knochen und Gelenk bildet. Auf diese Weise könne die Knochen sich gegeneinander bewegen, ohne aneinanderzureiben. Zusätzlich gibt es den Gelenkknorpel auf den Gelenkflächen. Dieser trägt ebenfalls zur reibungslosen Knochenbewegung bei und wird von der Gelenkschmiere mit Nährstoffen versorgt. Viele Gelenk-Probleme sind auf eine unzureichende Gelenkflüssigkeit zurückzuführen.

Unechte Gelenke
Es werden bei Gelenken zwei Arten unterschieden, von denen eine nicht als echtes Gelenk gilt, da es nur eine ähnliche Funktion hat. Diese knöchernen oder bindegewebigen Gelenke ermöglichen ein viel geringeres Ausmaß an Bewegung, wie echte Gelenke. Sie werden Fuge, Hafte oder Synarthrosen genannt. Sie verbinden zwei Knochen mithilfe eines Füllmaterials, weshalb keine vollständige Bewegung möglich ist. Dieses Füllmaterial kann zum Beispiel Knorpel sein, wie es bei den Bandscheiben der Fall ist, welche die einzelnen Wirbel miteinander verbinden. Die Schädelfontanelle bei Säuglingen ist ebenfalls ein falsches Gelenk mit Bindegewebe als Füllmaterial.