Um eine ökologische und ausgewogene Nährstoffzufuhr zu garantieren, muss man sein Gemüse düngen.Die Düngemittel und deren Einsatz müssen jedoch am Bedarf der jeweiligen Gemüsesorten ausgerichtet werden. Das häufigste Phänomen ist immer noch die Übersäuerung des Bodens durch Überdüngung, vor allem wenn langjährig Volldüngemittel eingesetzt werden. Im ersten Anbaujahr braucht frischer, unverbrauchter Boden außerdem kaum zusätzliche Nährstoffzufuhr.
Gründünger als Vorbereitung
Die Gründüngung stellt eine den Boden vorbereitende Maßnahme dar, die vor der Aussaat der Pflanzensamen erfolgt. Auf dem Beet werden dafür Pflanzen mit dem Ziel angebaut, dass sie den Boden mit frischen Nährstoffen in Form von Wurzelausscheidungen, Wurzelmasse und oberirdischen Pflanzenausscheidungen versorgen und anreichern. Dies kann man auf mehreren Wegen durchführen. Einmal kann man das betreffende Beet ein oder zwei Jahre brachliegen lassen und stattdessen die als Gründünger verwendete Pflanze als Monokultur anbauen oder man kann die Gründüngepflanzen zwischen das angebaute Gemüse einsetzen. Der Vorteil bei der Nutzung von Gründünger ist, dass der Boden beispielsweise vor dem Frost im Winter geschützt ist und vor Bodenerosion bewahrt bleibt. Die verschiedenen Pflanzen, die sich als Gründünger eignen, haben auch eine jeweils unterschiedliche Wirkung auf den Boden. Man sollte die passenden daher vor dem Hintergrund auswählen, welches Gemüse man danach anbauen möchten. Für das Anlegen eines komplett neuen Gemüsegartens, empfiehlt sich beispielsweise Lupine als Gründünger, da es für eine schöne Lockerung des Bodens sorgt, womit auch die Wasseraufnahme verbessert wird.
Kompost – der beste natürliche Dünger
In nahezu jedem Garten wird richtigerweise mit Kompost gearbeitet. Ein Komposthaufen muss zunächst richtig angelegt werden. Dazu gehört zum Beispiel, dass er unbedingt Kontakt zur Erde haben muss und viel Luft braucht. Es lohnt sich zum Kompost etwas Komposterde, ein wenig Gartenerde oder Kalk zu geben, um die Verrottung zu beschleunigen. Dieses Düngemittel versorgt fast alle Gemüsesorten mit der optimalen Menge und es reichen bereits drei Liter Kompost auf einen Quadratmeter, um die optimale Nährstoffdichte zu erreichen. Er kommt meist im Frühjahr zum Einsatz, vor der Aussaat für die neue Saison.
Problem Überdüngung
Beim Gemüse düngen sollte man jedoch darauf achten, die Zugabe von zusätzlichen organischen Düngemitteln nicht zu übertreiben, da die meisten Böden ohnehin überdüngt sind. Alle drei Jahre lohnt es sich eine Nährstoffanalyse des Bodens vornehmen zu lassen, um festzustellen welche Nährwertzusammensetzung dieser hat. Typisch für Gartenböden ist nämlich ein Überversorgung mit Kalium und Phosphor. Diese hemmen schließlich die Aufnahme der übrigen Nährstoffe in der Erde. Der Phosphoranteil in Düngemitteln ist außerdem viel zu hoch, zumal dieses Mineral in Erde gut gespeichert wird und sich so ansammelt. Ergänzender Dünger sollte am besten nur bei Starkzehrern angewendet werden, und zwar auf die genauen Nährstoff-Bedürfnisse dieser Pflanzen angepasst.