Genfood - schöne, neue Welt?

Erfahren Sie mehr über die Auswirkungen von Genfood im Organismus. Bisher sind die Risiken nicht einzuschätzen, da es keine Langzeitstudie gibt.


Bei Genfood wird versucht, über spezielle Züchtungen die Veränderung von Eigenschaften in Pflanzen und Futtermitteln zu erreichen. Damit soll der Ertrag der Ernte gesteigert werden. Gleichzeitig legt man auch Wert darauf, die Resistenz von Pflanzenarten zu erhöhen, damit diese weniger anfällig gegenüber Schädlingen sind. Ziel dieses Vorhabens ist es, die Verwendung von Düngemitteln und Pestiziden reduzieren.

 

Gerade in Gegenden mit anhaltenden Dürreperioden sollen dadurch Grundnahrungspflanzen wie Reis, Soja und Mais widerstandsfähiger werden. Wunschvorstellung ist es, den Welthunger durch so manipulierte Pflanzen verringern zu können.

 

Kennzeichnungspflicht von Genfood
In Deutschland hält sich der Anbau von genmanipulierten Pflanzen aufgrund der Bedenken von Verbrauchern in Grenzen. Bei importiertem Futter jedoch liegt die Quote höher. Leider sind nicht alle Erzeugerländer dazu verpflichtet, die Anteile von genmanipulierten Nahrungsmitteln aufzulisten. Dies führt zu einer verschleiernden Grauzone. Allerdings herrscht seit dem Frühjahr 2004 eine europaweite Kennzeichnungspflicht für Genfood in Lebensmitteln. Die von den Herstellern angepriesene Unbedenklichkeit gibt es nicht, es handelt sich dabei lediglich um einen Beschwichtigungsversuch der Genfood-Industrie. Die Kennzeichnungspflicht soll dazu beitragen, dass nur genmanipulierte Nahrungsmittel zugelassen werden, wenn sich daraus keine Nachteile für die Gesundheit oder unsere Umwelt ergeben. Für Produkte wie Milch ist die Kennzeichnung nicht ganz einfach. Die Milch ist als genetisch verändert einzustufen, wenn die Kuh genetisch veränderte Futtermittel erhalten hat. In diesem Fall muss die Verwendung von genmanipulierten Futtermitteln auf der Verpackung angegeben werden.

 

Auswirkungen auf den Organismus
Es liegt bislang noch keine fertiggestellte Langzeitstudie darüber vor, welche Auswirkungen genetisch veränderte Lebensmittel haben können. Es könnten zum Beispiel ebenso aggressivere Schädlinge dadurch entstehen. Es ist auch noch nicht bekannt, in welchem Umfang die genetisch veränderten Lebensmittel in unseren Organismus eingreifen und ob sie das Krebsrisiko erhöhen. Was bekannt ist, ist die Tatsache, dass schädliche Pflanzenstoffe in größerer Menge gebildet werden. Genetisch veränderte Pflanzen produzieren bislang weitgehend unbekannte, neue Giftstoffe und bilden zudem neue Eiweißstoffe, die eine Gefahr für Nahrungsmittelallergiker sind. Bei der Kartoffel ist dies zum Beispiel Solanin. Darüber hinaus sorgen sie für eine drohende Antibiotika-Resistenz. DNA-Teilstücke, die ins menschliche Erbgut gelangen, können für unabschätzbare Folgen sorgen.

 

Es liegt in der Hand des Verbrauchers

Viele Menschen lehnen aus diesen Gründen die Gentechnik beim Obst- und Gemüseanbau sowie bei Futtermitteln grundsätzlich ab. Weltweit gibt es noch genügend Tierfuttermittel im Handel, die nicht gentechnisch manipuliert wurden. Wichtig ist jedoch, dass auch die Nachfrage nach genetisch unveränderten Futtermitteln wie Soja steigt. Die Verbraucher sind hierbei gefragt. Sie sollten nur Produkte von Unternehmen kaufen, die gentechnisch unveränderte Nahrungsmittel – oder bei Milch- und Fleischprodukten - gentechnisch unveränderte Futtermittel garantieren.

 

Verzicht auf Genfood ist die sicherste Methode
Wer beim Einkaufen auf Nummer sicher gehen will, sollte auf Genfood verzichten. Genfood erkennt man durch versteckte Hinweise in der Zutatenliste. Da steht dann zum Beispiel auf der Verpackung „enthält genetisch veränderten Mais“ oder „hergestellt aus genetisch veränderter Soja“. Durch die Pflicht zur Kennzeichnung fallen nun auch Fertiggerichte und Speiseöl nicht mehr durch das Raster und können vom Verbraucher erkannt werden.  Versteckt gelangt Genfood jedoch nach wie vor auf unseren Teller in Form von Eiern und Fleisch von Tieren, die gentechnisch verändertes Futter erhielten, denn diese Lebensmittel sind nach wie vor nicht zur Kennzeichnung verpflichtet. Nur durch den Einkauf von garantiert kontrollierten Produkten aus Bio-Anbau kann dieses Restrisiko bei tierischen Produkten umgangen werden.