Geopathie: Über Wasseradern, Erdstrahlen und Co.

Die Geopathie geht davon aus, dass verschiedene Phänomene in der Natur Krankheiten beim Menschen auslösen können.


Der Bereich der Geopathie ist für Laien nicht leicht zu verstehen. Da ist von biologischen Strahlen, Globalgittern und kristallinen Antennen die Rede. Wörtlich übersetzt bedeutet Geopathie etwas wie „Leiden durch die Erde“ und basiert auf der Annahme, dass verschiedene landschaftliche, geologische und kosmologische Phänomene dafür sorgen, dass der Mensch krank wird. Zu den bekanntesten „Störzonen“ gehören Wasseradern, aber auch Radioaktivität. Erdverwerfungen und Spalten in der Erdkruste können ebenfalls dafür verantwortlich sein, dass man sich schlapp und unausgeglichen fühlt.

Hintergrund: Die Erdstrahlen und das Globalgitter
Naturheilkundler gehen davon aus, dass die Erde Strahlen abgibt, die jedoch im Normalfall für den Menschen vollkommen ungefährlich sind. Erst durch Geopathien, also Veränderungen in der Natur oder das Globalgitter wird die Strahlung verändert und macht nun krank.
Geopathologen sprechen vom sogenannten Globalgitter, das die Erde in Form eines Netzes umspannt. Man unterscheidet zwischen orthogonalen und diagonalen Gittern. Zu den bekanntesten ihrer Art gehören das Benker-System und das Curry-Netz. Oftmals sind nicht die Gitter selbst für Beschwerden verantwortlich sonden die Kreuzung zweier Gitter.

Was sind Störzonen?
Ganz allgemein sind Störzonen Bereiche, in denen die Erdstrahlen so verändert sind, dass sie den Menschen krank machen können. Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Störzonen, solche, die von dem die Erde umgebenden Gitter ausgelöst werden und solche, die sich in der Natur beziehungsweise ihren Strukturen wiederfinden. Dazu gehören:

  • Radioaktivität
  • Wasseradern
  • geologische Brüche und Verwerfungen durch Erdbeben, Tunnel oder Höhlen
  • Elektrosmog

Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen und Menschen: geopathischer Stress
Naturheilkundler gehen davon aus, dass degenerative und chronische Erkrankungen auf solche geopathischen Phänomene zurückzuführen sind. Aber auch harmlosere Beschwerden wie Schlafstörungen, Müdigkeit und Schlappheit, Druckgefühl auf dem Herzen, Migräne, sowie
übermäßiges Schwitzen oder Frieren sollen durch gestörte Erdstrahlen ausgelöst werden.
In einer Studie der Dulwich Health Society wurden 25.000 Menschen mit einem schlechten Allgemeinzustand untersucht. Den Wissenschaftlern zufolge steht geopathischer Stress in engem Zusammenhang mit:

  • Hyperaktivität bei Kindern
  • Krebserkrankungen
  • Ungewollte Kinderlosigkeit
  • Nahrungsmittelallergien
  • Fehlgeburten
  • Scheidungen

Sogar Tiere und Pflanzen sollen die Folgen gestörter Erdstrahlung zu spüren bekommen und krank werden beziehungsweise eingehen.

Radiästhesie: Paranormaler Unsinn oder Realität?
Bislang gibt es nur sehr wenige wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema Geopathie, Erdstrahlen und dessen Auswirkungen auf den Menschen. Wenn man von Betroffenen spricht, die meinen, dass ihre Beschwerden von Störzonen in der unmittelbaren Umgebung ausgelöst werden, fällt oft der Begriff Radiästhesie, der nichts anderes meint als Strahlenfühligkeit. Ganz ähnlich dem Phänomen der Wetterfühligkeit sind anscheinend nur wenige Menschen in der Lage, die Erdstrahlen selbst als auch deren Störungen wahrzunehmen.