Gerechten Putzplan erstellen: Ordnung in der WG

Einen Gerechten Putzplan zu erstellen erfordert etwas psychologisches Geschick.


Das Leben in einer WG stellt für alle Mitbewohner eine Herausforderung dar. Schließlich ziehen hier nicht Menschen zusammen, die sich und die Lebensverhält- nisse des anderen lange kennen. Vielmehr stoßen in einer WG unterschiedlichste Charaktere aufeinander, die häufig aus sehr verschieden sozialisierten Elternhäusern stammen. Da scheint Streit vorprogrammiert zu sein zwischen dem Ordentlichen und dem Vertreter des genialen Chaos`, dem Putzteufel und dem Staubtoleranten. Damit nicht gleich in der ersten Woche der Krieg ausbricht, hilft nur eins: einen Gerechten Putzplan zu erstellen. Bevor ein neues WG-Mitglied nicht schriftlich zugesagt hat, sich daran zu halten, kann es nicht einziehen. Nur so klappt es.

 

Gerecht ist für viele ein relativer Begriff, da muss Klarheit her

  • Um einen Gerechten Putzplan erstellen zu können, sollte allen WG-Bewohnern zunächst einmal eines klar sein: Nicht jeder kann nur die Aufgaben erledigen, die ihm am meisten Spaß machen. Dann bringt nämlich niemand mehr den Müll raus. Und die Toilette wird ab sofort ein elendes Dasein fristen.

 

  • Gerecht kann also nur bedeuten: Alle Aufgaben werden verteilt, aber nach einem rotierenden Wochenplan. So kann jedes WG-Mitglied mal die Dinge erledigen, die es gern tut, muss aber in anderen Wochen auch mal solche Arbeiten leisten, die nicht gerade in der Spalte „persönliches Vergnügen“ stehen.

 

  • Sinnvoll ist, wenn die neugegründete WG-Besatzung sich möglichst frühzeitig zusammensetzt und alle Arbeiten auflistet, die im Gemeinschaftsteil der Wohnung anfallen. In Küche und Bad gibt es vieles, das täglich zu erledigen ist. Und wenn sich alle WG-Mitglieder verpflichten, ihre persönlichen Dinge nach dem Kochen gleich wieder abzuwaschen und wegzuräumen, kann kein Chaos entstehen.

 

  • Eine Selbstverständlichkeit sollte es auch sein, Dusche, Waschbecken, Badewanne und Toilette frisch gereinigt zu hinterlassen. Das sind Handgriffe, die wenige Minuten dauern. Bei der Verteilung der Aufgaben sollten Sie darauf achten, dass nicht einer täglich eine Stunde, ein anderer aber nur zehn Minuten arbeiten muss.

 

Das Rotationsprinzip schafft die wirkliche Gerechtigkeit

  • Steht der Plan erst einmal fest, notieren Sie, wer in welcher Woche welchen Arbeitsteil zu übernehmen hat. Fertig ist die Tüftelaufgabe einen Gerechten Putzplan zu erstellen. Der kommt jetzt an die Kühlschranktür. Da übersieht ihn garantiert niemand.