Wenn die Lymphknoten geschwollen sind, kann dies ein Indiz für die unterschiedlichsten Krankheiten sein. Ein Anschwellen der Lymphknoten bedeutet in erster Linie eine erhöhte Produktion an Lymphozyten, was auf eine Immunabwehr hindeutet. Das heißt, Ihr Körper ist in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und plant eine Abwehrreaktion. Dazu benötigt er mehr Lymphozyten.
Deswegen produziert er in den Lymphknoten, die an das Lymphsystem angedockt sind, mehr von den wichtigen Helfern. Zusammen mit den Leukozyten gehören die Lymphozyten zur Kategorie der weißen Blutkörperchen, die ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Immunsystems sind.
Geschwollene Lymphknoten - Ursachen: Bakterielle Infektionen
Eine erhöhte Anzahl an Lymphozyten im Blut muss nicht immer auf eine schlimme Krankheit hindeuten. Sie kann auch im Zusammenhang mit einer einfachen Erkältung stehen. Dann schwellen die Lymphknoten am Hals direkt unterhalb des Kiefers an. Weitere bakterielle Infektionen, die im Zusammenhang mit geschwollen Lymphknoten stehen, können Syphilis, Clamydien oder Tuberkulose sein. Diese Erreger sind erst durch eine Blutuntersuchung eindeutig diagnostizierbar.
Geschwollene Lymphknoten - Ursachen: Mögliche virale Infektionen
Allerdings können die geschwollenen Lymphknoten auch ein Hinweis auf eine virale Infektionen sein. Dazu gehören Pfeiffersches Drüsenfieber, Zytomegaliem, Toxoplasmose, Röteln und im schlimmsten Falle auch AIDS. Auch hier liefert eine Blutuntersuchung erst eindeutige Ergebnisse darüber, um welche der genannten viralen Infektionen es sich tatsächlich handelt.
Rheuma und Arthritis
Auch im Zusammenhang mit Rheuma und Arthritis kann es zu einer erhöhten Produktion an Lymphozyten kommen. Neben einer Blutuntersuchung kann hier auch eine Röntgenaufnahme die Diagnose unterstützen.
Verschiedene Krebsarten
Leider kann ein erhöhter Gehalt an Lymphozyten im Blut auch auf eine Tumorerkrankung hindeuten. Neben dem Lymphdrüsenkrebs kann auch Leukämie im Zusammenhang mit der Lymphknotenschwellung stehen. Allerdings kann eine eindeutige Diagnose hier erst gestellt werden, wenn neben der Blutuntersuchung auch eine Biopsie am Patienten gemacht wurde.
Da eine Lymphknotenschwellung neben einer harmlosen Erkältung auch ein Indiz für ernsthafte Krankheiten sein kann, sollte man gerade dann, wenn die Schwellung schon länger andauert unbedingt einen Arzt aufsuchen. Nur er kann eine eindeutige Diagnose erstellen, in welchem der genannten Zusammenhänge die Lymphknotenschwellung nun wirklich steht. Solange es kein eindeutiges Ergebnis gibt, sollte man versuchen, Ruhe zu bewahren.