Gesellenprüfung für Friseure - So läuft sie ab

Vor der Gesellenprüfung für Friseure steht eine solide handwerkliche Ausbildung, die drei Jahre dauert und Jedem offen steht


Vor der Gesellenprüfung für Friseure lernt der junge Mensch die ganze Vielseitigkeit eines Berufes kennen, von dem vor allem junge Frauen träumen. Wer den Beruf des Friseurs ergreifen und in diesem Gesellenprüfung für Friseure ablegen will, muss mit dem Inhaber eines Friseurbetriebes, der die Meisterprüfung abgelegt und überdies die Ausbildereignungsprüfung vorweisen kann, einen Ausbildungsvertrag abschließen. Der regelt die Rechte und Pflichten des jungen Auszubildenden und wird von der zuständigen Handwerkskammer registriert. Die überwacht auch die Ausbildung. Die dauert drei Jahre lang und endet mit der Gesellenprüfung, die vor einem Ausschuss der Handwerkskammer abgelegt wird. In diesem Ausschuss ist auch die zuständige Berufsschule vertreten, die die junge Auszubildende während der Ausbildungszeit mindestens einmal die Woche besucht hat – auch dann, wenn er älter als 18 Jahre ist. Dort erhält der Auszubildende neben Unterricht in allgemeinbildenden Fächern solchen in berufskundliche Themen. Im Vertrag ist auch die tarifvertraglich festgelegte Ausbildungsvergütung – die mit den Ausbildungsjahren steigt- geregelt. Überdies kann auch ein Auszubildender auf Trinkgelder hoffen.

Der Friseurberuf ist mit jedem denkbaren Schulabschluss zugänglich
Der Friseurberuf ist jungen Menschen mit jedem denkbaren Schulabschluss – also Hauptschule, mittlerer Bildungsabschluss und Abitur – zugänglich. Der junge Auszubildende sollte ein sicheres Stilempfinden haben und Freude im Umgang mit Menschen. Er selbst muss gepflegt und bereit sein. auch am Sonnabend zu arbeiten Eine gewisse künstlerische Anlage im Empfinden des Typs der Kunden ist sehr von Vorteil. In der Ausbildung lernt der junge Auszubildende den gesamten Inhalt der Tätigkeit eines Friseurs kennen. Die geht weit über Haarschneiden, das Legen von Dauerwellen oder das Färben hinaus. Ein guter Friseur versteht sich auf die Typberatung ebenso wie auf Schminktipps. Wer den Friseurberuf ergreifen will, muss fit sein, denn meist wird im Stehen gearbeitet. Auch darf der junge Mensch nicht gegen Wasser und die im Friseursalon verwendeten Chemikalien allergisch sein.

Die Gesellenprüfung für Friseure
Die Gesellenprüfung für Friseure findet im Allgemeinen nach drei Jahren vor einem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer statt. Bei guten Leistungen kann sie um ein halbes Jahr vorgezogen werden. Sie gliedert sich in einem theoretischen und einen praktischen Teil. Im theoretischen Teil muss der Azubi Allgemeinwissen und Berufskunde nachweisen, im praktischen Teil sein erworbenes Können beweisen. Zur Berufskunde zählt auch das Wissen um Unfallverhütungsvorschriften, aber auch etwa um die Steuerpflicht von Trinkgeldern. Talent allein tut es also nicht.