Gesetzliche Energiesparverordnungen und Fördermaßnahmen

Mittels verschiedener Maßnahmen fördert der Staat die Bemühungen der Bürger, umweltbewusst zu bauen und zu wohnen.


Zuschüsse
Zuschüsse sind Gelder, mit denen sich die jeweilige Förderstelle an den Kosten für eine bestimmte Baumaßnahme beteiligt. Zuschüsse werden nur einmal geleistet und der Bauherr muss sie nicht zurückzuzahlen. Besonders kommunale Förderleistungen werden verstärkt in Form von Zuschüssen erbracht. Es existiert aber auch eine Reihe von Maßnahmen auf Bundesebene (wie die Zusatzleistungen für Solaranlagen, die in Form von Zuschüssen erbracht werden.

Darlehen
Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene werden in den meisten Fällen durch Darlehen realisiert. Im Prinzip handelt es sich dabei um Kredite, die sich durch einen besonders niedrigen Zinssatz und gute Konditionen auszeichnen. In den meisten Fällen ist ein Sondertilgungsrecht vorgesehen und es gibt feste Zinsbindungen für viele Jahre.

Abschreibungen
Abschreibungsfähig sind sowohl thermische als auch auf Photovoltaik basierende Solaranlagen. Je nach gewünschtem Modell kann ein konstanter Abschreibungsbetrag mit einer bestimmten Laufzeit festgelegt werden (lineare Abschreibung) oder ein dynamisches Modell mit hohen Anfangsabschreibungen und sinkenden Folgeabschreibungen für die Restlaufzeit (degressive Abschreibung) gewählt werden. Bei Photovoltaik- Anlagen ist seit dem 1. Januar 2008 nur noch die lineare Abschreibung möglich. Für welche Form der Abschreibung man sich entscheidet, sollte genau abgewogen werden, da ein späterer Wechsel zwischen den Modellen nicht möglich ist.

Betreiber von Photovoltaik- Anlagen (PV), die ihren Strom ins öffentliche Netz einspeisen, gelten als Unternehmer und sind somit umsatzsteuerpflichtig. In diesem Fall kann die Umsatzsteuer, die der Betreiber beim Erwerb der Anlage zahlen musste, vom Finanzamt zurückgefordert werden.
Entstandene Gewinne sind in der Steuererklärung auszuweisen, zudem ist eine jährliche Gewinnermittlung durchzuführen.

Der Gewinn errechnet sich in diesem Fall aus der Gesamtlaufzeit der Anlage (20 Jahre), der zu erwartenden Einspeisevergütung und eventuellen Zuschüssen. Diese Einkünfte werden in Relation zu den Ausgaben (Kosten für Planung, Anschaffung, Reparatur und Wartung, Versicherung) gesetzt.
Der entstandene Totalgewinn ist zu versteuern.

Auch für den Immobilienkauf oder -bau sind Abschreibungen möglich.