Gesund wohnen: Was Sie beachten müssen

Wer gesund wohnen will, hat viele Widersacher - Schadstoffe, Hausstaubmilben, Schimmel, Elektrosmog und Asbest wollen Ihnen an den Kragen. Aber Sie sind nicht hilflos!


Wer gesund wohnen will, muss einiges beachten. Gerade für Kinder aber auch für Allergiker kann eine Belastung durch Schimmel oder Schadstoffe problematisch sein. Doch auch für andere gilt: Wohnen Sie so gesund wie irgend möglich. Neben ökologisch korrekten Möbeln und Böden sollte man sich auch vor Schädlingen und Hausstaubmilben in Acht nehmen. Diese können gerade für Allergiker zur Plage werden. Schädlinge will niemand in der Wohnung – und zu Recht! Aber auch übermäßiger Lärm oder ein schlechtes Raumklima können zu Gesundheitsschäden führen.

Schadstoffe können überall sitzen
Um so wenig Schadstoffbelastung in der Wohnung zu haben wie möglich, muss man beim Neukauf jedweder Produkte darauf achten, möglichst wenig belastete Produkte zu kaufen. Und Schadstoffe können sich überall verstecken: Sie entstehen beispielsweise durch Baustoffe, Lösungsmittel, Lacke, Farben, Klebstoffe oder Weichmacher. Deswegen sollte man Schadstoffe in den Innenräumen möglichst beseitigen.
Mögliche Beschwerden durch Schadstoffbelastung sind sehr verschieden. Sie äußern sich zum Beispiel durch Kopfweh, Schleimhautreizungen, Niesen, häufiges Räuspern, Übelkeit oder Schwindel und eine allgemeine Abgeschlagenheit. Manche Schadstoffe sind sogar krebserregend. Deswegen gilt: Informieren Sie sich gründlich vor Neuanschaffungen. Es geht um Ihre Gesundheit.

Luftfeuchtigkeit: Nicht zu trocken, nicht zu feucht
Die Luftfeuchtigkeit beeinflusst das Raumklima. Dabei ist es schwer, einen Mittelweg zu finden: Zu niedrige Feuchtigkeit reizt die Schleimhäute, hohe Feuchtigkeit, insbesondere in schlecht isolierten Häusern, führt häufig zu Schimmel. Im Idealfall liegt die Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 50 Prozent. Ein sogenanntes Hygrometer hilft bei einer Messung. Um ein optimales Raumklima zu erreichen, muss man richig lüften und richtig heizen. Dreimal täglich Stoßlüften, also die Fenster für fünf bis zehn Minuten weit aufmachen, ist Pflicht. Gekippte Fenster kühlen die Wohnung unnötig aus. Gerade nach dem Duschen und Baden, aber auch nach dem Kochen sollte man viel lüften. Auch sollte man die Wohnung nicht überheizen, optimal liegt die Raumtemperatur zwischen 19 und 22 Grad. Ein gesundes Raumklima lässt sich durch Pflanzen begünstigen.

Schimmel: Oft nicht zu sehen, nur zu spüren
Schimmel entsteht durch Kondenswasser oder eindringendes Wasser, besonders oft tritt er bei schlecht isolierten Häusern auf. Mit dem bloßen Auge kann man ihn nicht immer erkennen – aber der Körper bemerkt ihn. Anzeichen für Schimmel in der Wohnung sind zum Beispiel eine verstopfte Nase, eine Nasennebenhöhlenentzündung oder auch Bronchitis und Asthma.

Viele Risikofaktoren zu beachten
Zum Gesund wohnen gehört jedoch weitaus mehr als nur Schimmel und Schadstoffe zu vermeiden. Asbest sitzt oft noch unerkannt in älteren Häusern, beispielsweise in Nachtspeicheröfen. Aber auch Hausstaubmilben, Schädlinge wie Schaben oder auch Mäuse, der unsichtbare Elektrosmog oder ständiger Lärm beeinträchtigen ein gesundes Wohnklima. Tipps zum gesunden Wohnen finden Sie deswegen auf den folgenden Seiten.