Gesunde Ernährung für Kinder

Eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung für Kinder ist für die körperliche und geistige Entwicklung sehr wichtig.


Für die Entwicklung der Kinder ist eine abwechslungsreiche Mischkost notwendig. Die Faustregel für den Energiehaushalt lautet: 50 Prozent Kohlenhydrate, maximal 30 Prozent pflanzliche Fette, 20 Prozent Eiweiß. Darüber hinaus muss eine gesunde Ernährung für Kinder viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten - diese nehmen sie bei einer gesunden Kost automatisch auf. Zusätzliche Vitamin- oder Mineralstoffpräparate sind daher nicht nötig.

Vorsorge ist besser als Nachsorge
Um Übergewicht und Mangelerscheinungen bei Kindern zu verhindern, genügt es nicht, kurzfristig die Bonbons zu verbieten oder ausnahmsweise Gemüse zu kochen. Das Geschmacksempfinden von Kindern ist in der Entwicklung und noch haben die Eltern alle Chancen, die Grundsteine für eine lebenslange gesunde Ernährung zu legen. Kinder, die nur Dosengemüse mit einem geringen Vitamingehalt kennen, finden frisches Gemüse oft „eklig“. Bekommen die Kleinen nur Apfelsaft und zuckerhaltige Tees, wird man sie später kaum noch dazu bewegen können, Mineralwasser oder Milch zu trinken. Ist der Schrank stets voll mit Süßigkeiten, wird kein Kind dieser Welt freiwillig zum Obst greifen. Eltern sollten also bereits beim Einkauf und im Alltag darauf achten, dass dem Nachwuchs ausschließlich gesunde Lebensmittel und Getränke zur Verfügung stehen und Zucker und Fett die Ausnahme bleiben. Den Kindern fällt dies kaum auf, denn wenn sie es nicht anders kennen, vermissen sie auch nichts. Tiefkühlgemüse ist im Gegensatz zum Dosengemüse übrigens fast genauso vitaminreich wie frisches Gemüse und darf ruhig auf den Tisch.

 

Lesen Sie auch: Dicke Kinder - Was nun?

Die Eltern als Vorbild
In den meisten Grundschulen steht heute die gesunde Ernährung bereits auf dem Lehrplan. Doch diese Bemühungen nutzen kaum etwas, wenn das Kind in der Brotdose einen Schokoriegel und ein fettiges Weißbrot mit Butter und Wurst findet. Hier sind die Eltern in der Pflicht, das Gelernte zu unterstützen, zu fördern und vor allem vorzuleben. Wenn die Kleinen vor Schulbeginn ordentlich frühstücken - hier darf es auch ruhig einmal ein Brot mit Schokocreme sein - dann genügen für die Schulpause Obst, Gemüse oder Joghurt. Kinder lieben Überraschungen und das kann man nutzen. Mit ein wenig Fantasie lassen sich aus Möhren, Tomaten, Paprika, Äpfeln, Birnen oder Salatgurken lustige Figuren „schnitzen“, die sicher genauso gut ankommen wie Riegel oder zuckerhaltige Snacks. Außerdem wird dem Kind durch eine leichte Kost in der Schulpause nicht die Lust aufs Mittagessen genommen. Auch für Eltern muss es selbstverständlich sein, zu Hause statt zur Schokolade oder zu den Chips zu Weintrauben und Joghurt zu greifen, wenn der kleine Hunger kommt. Wenn Mama einen Keks oder Kuchen isst, wird der Nachwuchs ebenfalls danach verlangen.

Pommes und Pizza
Fastfood ist in erster Linie deswegen schädlich, weil es zu viel Fett und Salz, Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker und Farbstoffe enthält. In Ausnahmefällen dürfen Kinder selbstverständlich Pommes, Hamburger oder Pizza essen. Ein Tipp: Pommes kann man aus frischen Kartoffeln selber herstellen. Pizza wird nährstoffreicher, wenn man den Teig mit Vollkornmehl anrührt und auch Hamburger sind erlaubt, wenn man das Weißbrot durch ein Vollkornbrötchen ersetzt. Das ist gesunde Ernährung für Kinder, die Ihnen mit Sicherheit aus den händen gerissen wird!