Gewürze - Wellness für die Küche

Gewürze sind den Menschen seit der Jungsteinzeit bekannt. Bereits seit 5.000 Jahren bringen sie Abwechslung und Geschmack in unsere Küchen.


Gewürze sind den Menschen seit der Jungsteinzeit bekannt. Bereits seit 5.000 Jahren bringen sie Abwechslung und Geschmack in unsere Küchen. Meist stammen Sie aus tropischen Ländern oder aus Asien. Durch Gewürze und Kräuter wird der Eigengeschmack der Speisen hervorgehoben und verstärkt. Schlechter Geschmack lässt sich durch Gewürze überdecken und verändern. Aber Gewürze können noch mehr.

 

Viele Gewürze sind auch als Heilmittel bekannt, sie beeinflussen unsere Gesundheit positiv.

Gewürze wirken verdauungsfördernd
Forscher der Technischen Universität und der Ludwig- Maximilian- Universität München entdeckten, das bestimmte Aromastoffe von Thymian und Gewürznelken auch in der Magen- Darm- Schleimhaut vorkommen. Sie beeinflussen die Muskelbewegungen des Verdauungstraktes und die Drüsentätigkeit. Sie können somit den Magen-Darm-Trakt besonders bei Darmentzündungen positiv beeinflussen. Auch bei Durchfall oder Verstopfung bringen sie Linderung. Scharfe Gewürze, wie zum Beispiel Ingwer, regen die Produktion von Verdauungssäften an und fördern die Magenmotorik, sodass beispielsweise fette Speisen bekömmlicher werden. Der Speichelfluss, der beim Genuss von scharfen Speisen um das circa Achtfache gesteigert wird, reinigt außerdem Mund und Zähne. Durch die vermehrte Ausschüttung von Magensäure kann auch verhindert werden, das schädliche Bakterien den Darm erreichen.

Gewürze konservieren Speisen und machen sie haltbarer
Viele Gewürzpflanzen bilden besondere Inhaltsstoffe um sich vor Feinden wie Pilzen und Bakterien zu schützen. Diese Stoffe haben eine antibakterielle Wirkung und sorgen so dafür, das Keime sich nicht vermehren können. Das trifft besonders auf Zimt und Nelken zu. Auch Oregano und Thymian sind hierfür bekannt. Je mehr Gewürze miteinander kombiniert werden, umso höher ist der antibakterielle Effekt. Auch scharfe Gewürze, wie Chili oder Pfeffer wirken antibakteriell. Hier gilt: je schärfer eine Speise gewürzt ist, umso haltbarer ist sie.

Gewürze regen den Kreislauf an
Scharfe Gewürze haben eine stimmungsaufhellende Wirkung. Bei ihrem Genuss schüttet der Körper Endorphine aus, die Glücksgefühle auslösen. Auch eine aphrodisierende Wirkung wird ihnen bestätigt. Sie sollen das Liebesleben in Schwung bringen. So regt zum Beispiel Ingwer die Funktion der Sexualdrüsen und den Kreislauf an. Pfeffer reizt die Harnwege, was sich ebenfalls sexuell stimulierend auswirken soll. Vielleicht probieren Sie es einfach selbst einmal aus.

Gewürze können auch äußerlich angewendet werden
Rosmarin fördert die Durchblutung der Haut und wirkt entspannend. Ein Bad mit Rosmarin oder eine Massage mit Rosmarinöl sind für Körper und Seele gleichermaßen zu empfehlen. Bei Neugeborenen und Kleinkindern hilft Kümmelöl besonders gut gegen Blähungen. Im Uhrzeigersinn sanft um den kleinen Bauchnabel einmassiert, schafft es sofort Linderung. Man erhält es in jeder Apotheke.

Gewürze als Rauschmittel
Gewürze wurden auch immer wieder als preiswertes Rauschmittel angewendet. Fünf bis zwanzig Gramm Muskatnuss beispielsweise lösen rauschähnliche Zustände und Halluzinationen aus, die etwa zwölf Stunden anhalten und danach in eine lange Phase der Schläfrigkeit übergehen. Vom Genuss muss aber dringend abgeraten werden, da es bei hoher Dosierung zu Vergiftungen kommen kann. 

Vorsicht bei der Auswahl von Gewürzen
Gewürze sind also vielseitig einsetzbar und dazu auch noch gesund. Empfindliche Menschen sollten allerdings ihre Speisen nicht zu sehr würzen und eher milde Gewürze bevorzugen. Das beugt Sodbrennen und Magenproblemen vor.