Gewusst wie - Bewerben in der Krise

Auch in der momentanen wirtschaftlichen Krise sollten Sie als Arbeitsuchender nicht den Kopf in den Sand stecken!


In der momentanen wirtschaftlichen Krise sieht es düster aus auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Statt neue qualifizierte Arbeitskräfte einzustellen, entlassen immer mehr Unternehmen selbst qualifizierte Arbeitnehmer. Sind Sie gerade arbeitslos und fragen sich, ob in der derzeitigen Phase eine Bewerbung überhaupt Sinn macht? Sie sollten jetzt nicht resignieren und den Kopf in den Sand stecken. Weiterhin aktiv zu sein wird sich für Sie lohnen. Hilfreich verrät, was Sie tun können, um auf dem stark umkämpften Arbeitsmarkt bestehen zu können.

Zeitarbeitsfirmen
Ein Sprichwort besagt: „Wer rastet, der rostet.“ Und so verhält es sich auch auf dem Arbeitsmarkt. Wer seine Fähigkeiten nicht unter Beweis stellen kann, der kann auch nichts erreichen. Eine gute Möglichkeit weiterhin in der Arbeitswelt aktiv zu bleiben, ist eine Anstellung bei einer Zeitarbeitsfirma. Zwar hört man immer wieder negatives aus diesem Sektor, allerdings hat auch die Zeitarbeit Vorteile für Sie als Arbeitnehmer. Sie können weiterhin beruflich tätig sein und zeigen dadurch ihren Willen und auch Flexibilität. Ferner lernen Sie unterschiedliche Menschen, Unternehmen und auch Aufgabenbereiche kennen und haben so die Möglichkeit sich wichtige Kontakte – auch mit Personalverantwortlichen – aufzubauen und Ihr Können unter Beweis zu stellen.

Praktika und Nebenjobs
Wenn Sie genau wissen, in welcher Berufssparte Sie arbeiten möchten, sind Sie bei einem Praktikum oder einem Nebenjob im jeweiligen Sektor gut aufgehoben. Im Gegensatz zur Zeitarbeit können sich Bewerber ihren jeweiligen Arbeitgeber und Beruf selbst auswählen. Praktikanten und Minijobber sind bei vielen Unternehmen sehr willkommen, da sie preiswerter als eine Vollzeitkraft sind. Wenn Sie sich für ein unbezahltes Praktikum von bis zu drei Monaten entscheiden, werden Sie vom Arbeitsamt finanziell unterstützt und bekommen weiterhin das Arbeitslosengeld ausgezahlt. Allerdings muss das Praktikum vorher mit dem Arbeitsamt abgesprochen werden, so dass die Zeit als „Trainingsmaßnahme bei einem potenziellen Arbeitgeber“ gewertet werden kann. Solche Praktika oder Nebenjobs haben den Vorteil, dass Sie als Jobsuchender Praxiserfahrungen sammeln können und sich der potentielle Arbeitgeber einen Eindruck von Ihnen als Bewerber verschaffen kann. Vielleicht winkt sogar im Anschluss ein Arbeitsvertrag. Bewerber, die in ihrem Lebenslauf statt eklatanter Lücken praktische Erfahrungen vorweisen können, sind oftmals auch in einer günstigeren Ausgangslage bei nachfolgenden Bewerbungen.

Ein Netzwerk aufbauen
Kontakte, die Sie weiterempfehlen können, sind in der Arbeitswelt wahres Gold wert. Solche Kontakte können im privaten Umfeld bestehen oder auch auf bestimmten Wegen aufgebaut werden. Wer Freunde und Bekannte in einem guten Unternehmen kennt, kommt schnell und unkompliziert an wichtige Informationen und Ansprechpartner oder kann sich direkt für eine Stelle empfehlen lassen. Auf Berufsmessen und Events können Sie ebenfalls schnell Kontakte knüpfen. Bereiten Sie Visitenkarten oder einen Lebenslauf auf CD vor und überreichen diese dann den Personalverantwortlichen. Wenn Sie im privaten Umfeld auf keinerlei gute Kontakte zurückgreifen können, bietet sich auch die Anmeldung in einem Karrierenetzwerk wie Xing an. Hier können Sie sich ein privates Profil mit ihren Stärken und Qualifikationen erstellen und Kontakte mit Unternehmen oder Personen aufbauen.

Weiterbildungsmaßnahmen
Eine letzte Möglichkeit um für den Arbeitsmarkt attraktiv zu bleiben sind Weiterbildungen. Zwar können solche Maßnahmen keine Berufserfahrungen ersetzen, allerdings erhöhen Sie damit Ihre Wettbewerbsfähigkeit und zeigen außerdem, dass Sie Engagement besitzen.