Giardien beim Hund - Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Giardien beim Hund sind Darmparasiten, die nicht mit Würmern verwechselt werden dürfen und weiter verbreitet sind, als allgemein angenommen.


Viele Tierhalter denken, dass die Giardien beim Hund mit einer Wurmkur verschwinden – doch das ist ein Irrtum. Giardien haben nichts mit Würmern zu tun, sondern sind Geiseltierchen, die sich an der Darmwand festsetzen.

Giardien beim Hund - Ursache
Giardien beim Hund werden häufig nicht erkannt, da nicht jedes Tier krankhaft reagiert. Bei den Giardien handelt es sich um Einzeller, die weltweit neben eine große Zahl von Säugetieren inklusive Menschen auch Reptilien, Vögel und Amphibien befallen. Für viele Tiere ungefährlich, sind sie für den Menschen nicht so harmlos, da sie bei ihm ähnlich wie bei Hunden schweren Durchfall mit Erbrechen auslösen können. Die Giardien setzten sich mit einer Bauchhaftscheibe an der Darmwand fest, wo sie sich auf der Darmschleimhautoberfläche millionenfach vermehren. Sie ernähren sich vom Darminhalt, umgeben sich paarweise mit einer Schutzhülle, sogenannten Zysten, und werden mit dem Kot ausgeschieden. In den Hüllen können die Parasiten über längeren Zeitraum überleben. Da viele Tiere keine Symptome der Giardiose zeigen und die Parasiten deswegen nicht bekämpft werden, können sich die Geiseltierchen relativ gut ausbreiten. Anfällig für die Infektion sind insbesondere Jungtiere aber auch ältere und geschwächte Hunde. Durch das Lecken der Hunde an infizierten Stellen gelangen die Giardien in den Darmtrakt, wo der Kreislauf erneut beginnt. Giardien beim Hund können auf den Menschen übertragen werden und umgekehrt.

Giardien beim Hund – Symptome und Behandlung
Giardien beim Hund zeigen sich durch starken Durchfall, der oftmals hell-gelblich gefärbt ist und eine von matschig bis flüssig reichende Konsistenz hat, häufig mit Blut oder Schleim durchsetzt. Dazu kommen Erbrechen oder Blähungen, allerdings nicht zwingend und bei allen Tieren. Die Hunde leiden in der Regel weder unter Appetitverlust noch wirken sie krank, verlieren aber häufig dennoch deutlich an Gewicht. Die Diagnose Giardiose kann nur mittels Kotanalyse erfolgen.
Zur Bekämpfung der Giardien wird auf tierärztliche Verordnung hin ein Parasiten abtötendes Medikament eingesetzt. Da sich die Geiseltierchen teilweise in den Gallengang zurückziehen, muss in sehr vielen Fällen die Behandlung wiederholt werden. Für eine wirksame Bekämpfung sind strenge Hygienemaßnahmen notwendig, dazu gehört das tägliche Auskochen der Näpfe, die regelmäßige Desinfektion von Schlaf- und Liegeplätzen sowie Spielzeug und die Reinigung von umgebendem Fell und After nach dem Spaziergang.