Gicht - eine angepasste Diät hilft

Symptome der Krankheit Gicht können einer Verstauchung ähneln. Rötungen, Schwellungen und Berührungsempfindlichkeiten sowie eine erhöhte Temperatur der betroffenen Stelle


Fünf Prozent aller Deutschen leiden an Gicht. Die Stoffwechselerkrankung tritt bei Männern durch einen genetischen Fehler zehnmal häufiger als bei Frauen auf. Trotzdem kann die Gicht jeden treffen. Der heutige Wohlstand erlaubt eine Ernährung, die fast täglich aus Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch oder Alkohol besteht. Diese Nahrungsmittel führen zu einem hohen Harnsäuregehalt im Blut. Es kann daher zu einem Gichtanfall kommen.

Symptome
Das Gelenk zeigt Symptome, die einer Verstauchung ähneln. Rötungen, Schwellungen und Berührungsempfindlichkeiten sowie eine erhöhte Temperatur der betroffenen Stelle sind meist über mehrere Tage zu spüren. Auch die Körpertemperatur selbst kann einen Gicht-Schub auslösen. Bei Kälte bilden sich trotz einem niedrigen Harnsäure-Spiegel Kristalle in den Gelenken, die Schmerzen hervorrufen. Dies erklärt auch, warum häufig der große Zeh vom ersten Gicht-Anfall betroffen ist. Kalte Füße sind eine weit verbreitete Volkskrankheit.

Schmerzen
Die Gelenkschmerzen treten sporadisch auf. Zwischen zwei Gichtschüben kann bis zu einem Jahr vergehen. Ohne eine Behandlung verkürzen sich jedoch die Abstände enorm. Der Anstieg der Harnsäure-Konzentration im Blut kann auch die Nierenfunktion einschränken. So führt die unbehandelte Gicht zu einer Nieren-Insuffizienz, die lebensbedrohlich ist.

Ein akuter Gicht-Anfall wird mit Antirheumatika und Cortison bekämpft. Die Schmerzmittel und Entzündungshemmer sind dennoch nur zur Linderung der Symptome geeignet. Eine weitere medikamentöse Behandlung versucht die Harnspiegel-Konzentration dauerhaft zu senken. Es empfiehlt sich außerdem eine gichtangepasste Diät einzuhalten. Diese besteht auf eine eiweißarme und alkoholvermeidende Ernährung, während die Flüssigkeitszufuhr gesteigert werden sollte.

Chronische Gicht
Das Stadium der chronischen Gicht ist erreicht, wenn die Schübe in kurzen Abständen auftreten und sich auf mehrere Gelenke ausgebreitet haben. Die Gelenke werden von den Harnsäurekristallen zerstört und führen zu einer Arthrose-Erkrankung (Gelenkveränderung) und Gelenkversteifungen.