Ist die Belastung auf einen Knochen größer als seine Elastizität, bricht er - das Ergebnis: Knochenbruch. Im Krankenhaus wird eine genaue Diagnose mittels Röntgenaufnahmen gestellt. Die anschließende Behandlung wird entweder mit einer operativen Korrektur des Bruchs oder mit der Ruhigstellung des Körperteils, bis der Knochen von selbst zusammengewachsen ist, fortgesetzt. Fast immer bekommt der Patient einen Gipsverband, mit dem er die nächsten Wochen verbringen muss. Mit einigen Tricks wird die Zeit nicht zur Qual.
Körperflege
Beim Duschen und der Körperpflege sollte der Gipsverband nicht nass werden, da die Haut unter dem Gips nicht trocknen kann und aufquillt, was zu Hautschäden führen kann. Deshalb muss der Gips geschützt werden. Das ist mit speziellen Duschfolien aus der Apotheke möglich. Besonders ist auf einen sicheren Halt unter der Dusche zu achten. Ob man mit einem Knochenbruch arbeiten gehen kann oder nicht, wird der behandelnde Arzt entscheiden. Anstrengende körperliche Tätigkeiten sind meist ausgeschlossen, jedoch kann es auch bei einem Bürojob unmöglich sein, mit seinem Handicap der Berufstätigkeit nachzugehen.
Öffentliche Verkehrsmittel nutzen
Gipsträger werden sich in den nächsten Wochen entweder als Beifahrer fortbewegen oder auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen müssen. Denn selbst ein Fahrzeug zu führen ist einem Gipsträger nicht erlaubt, egal welcher Körperteil betroffen ist. In Gefahrensituationen kann der Gips den Fahrzeugführer so behindern, dass auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.
Heilung nicht behindern
Auch auf Sport sollten Gipsträger verzichten. Um die Heilung der Bruchstelle zu gewährleisten, sollten die Muskeln möglichst wenig bewegt werden, da ansonsten die Verletzungsgefahr zu groß ist. Auch Kratzen sollte vermieden werden, egal wie sehr es juckt. Gegenstände, die unter den Gips geschoben werden, können Verletzungen verursachen. Das gilt besonders bei offenen oder operierten Brüchen.
Jetzt sollten Sie zum Arzt
Bei Schmerzen um die Wunde herum, Druckstellen, Schwellungen und Durchblutungsstörungen sollte der Arzt aufgesucht werden. Auch bei Atemnot, Leistenschmerzen oder Schmerzen beim Luftholen sollte der Weg zum Arzt führen, denn im schlimmsten Fall drohen eine Thrombose und Lungenembolie. Sitzt der Gips zu locker oder scheuert, ist gebrochen oder feucht, sollte ebenso baldmöglichst ein Arzt aufgesucht werden. Wenn es keine Probleme und Komplikationen gibt, reichen dagegen die üblichen Kontrolltermine.