Giro Konto - was ist das?

Ein Giro Konto gehört zu den am häufigsten genutzten Kontoformen. Mit diesem sind zahlreiche Banktransaktionen jederzeit und problemlos möglich, neuerdings auch immer öfter online.


Das Giro Konto ist nach wie vor das beliebteste Bankkonto, um am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen. So werden Bankdienstleistungen wie Überweisungen, Daueraufträge oder auch Lastschriften genutzt – diese Dienste können sowohl schriftlich als auch per Telefon, über das Internet oder auch am Selbstbedienungs-Terminal vorgenommen werden. Ferner kann auch die EC-Karte zu Zahlungszwecken beziehungsweise Benutzung der Geldautomaten genutzt werden.

Banktransaktionen
Bezüglich des Lastschriftverfahrens muss der Kunde zwischen einer Einzugsermächtigung sowie einem Abbuchungsauftrag unterscheiden. Im Groben unterscheiden sich beide Verfahren darin, dass bei einer Einzugsermächtigung der Kunde innerhalb einer Frist von sechs Wochen den Betrag zurückbuchen lassen kann, während dieses Recht bei Abbuchungsaufträgen grundsätzlich nicht besteht.

Eröffnung und Kündigung
Grundsätzlich kann jeder ein Girokonto eröffnen. Minderjährige brauchen die Einwilligung der Erziehungsberechtigten. In den meisten Fällen reicht die Identifizierung mittels Personalausweises beziehungsweise Reisepasses desjenigen aus, der das Konto eröffnen will. Genauso unproblematisch, wie ein Girokonto eröffnet werden kann, lässt sich auch die Kündigung abwickeln. Hierfür sind keine Kündigungsfristen seitens des Kontoinhabers einzuhalten. Das Kreditinstitut hingegen ist in der Regel an eine sechswöchige Kündigungsfrist gebunden. Um hier Weizen von der Spreu zu trennen, empfiehlt sich im Vorfeld immer ein Girokonto Vergleich, welcher auf vielen Internetportalen kostenlos angeboten wird.

Dispo-Kredit
Sollte der Kunde einmal das Konto überziehen, kann er beim Kreditinstitut einen Dispositionskredit aushandeln. Dabei richtet sich die Höhe des Dispositionskredits nach der jeweiligen Bonität des Kunden. Ferner kann das Kreditinstitut auch Einblicke in die Schufa nehmen, um sich von der Unbescholtenheit sowie Kreditwürdigkeit des Kunden zu überzeugen.

Bewertung als Geldanlage
Als Sparanlage eignet sich das Giro Konto allerdings weniger, da entweder nur ein sehr geringer beziehungsweise gar kein Zinssatz besteht. Dafür eignen sich besser Sparanlagen wie Festkonten oder Tagesgeldkonten. Darüber hinaus fallen bei den meisten Girokonten auch Kontoführungsgebühren an. Doch es gibt auch Kreditinstitute, die unter bestimmten Umständen auf Kontoführungsgebühren verzichten. So ist die Befreiung entweder von einem bestimmten Mindesteingang beziehungsweise von den Kontoinhabern abhängig – dies ist beispielsweise bei Schülern und Studenten der Fall. Darüber hinaus gibt es allerdings auch Kreditinstitute, die gänzlich – ohne Einschränkung – auf eine Grundgebühr verzichten. Dies trifft im verstärkten Maße auf Internet-Banken beziehungsweise Kreditinstitute mit wenig oder gar keinen Filialen zu.

Um den Kunden einen Überblick über die Kontenbewegungen zu ermöglichen, müssen die Kreditinstitute den Kunden hierzu Kontoauszugsdrucker zur Verfügung stellen, beim Online-Banking geschieht dies in elektronischer Form.