Gliedmaßen schlafen ein - warum?

Das Phänomen Gliedmaßen schlafen ein entsteht meistens durch eine lagerungsbedingten Fehlhaltung und kann man leicht selbst behandeln.


Jeder hat es schon mal erlebt, die Extremitäten fühlen sich taub an und kribbeln als ob Ameisen auf ihnen laufen. Die unangenehmen Gefühlsäußerungen kündigen es an, die Gliedmaßen schlafen ein. Im Extremfall können Arme, Hände, Beine und Füße kurzzeitig sogar bewegungslos sein. Die Symptome können auftreten, während man längere Zeit in einer verkrampften Stellung verharrt. Dabei handelt es sich möglicherweise um einen Schneidersitz, übereinander geschlagene Beine oder verschränkte Arme. Manche Menschen neigen dazu, während des Schlafens einen Arm über dem Kopf zu halten. Mitten in der Nacht wachen sie dann auf, weil der Arm sich wie „abgestorben“ anfühlt. Wenn man bemerkt, die Gliedmaßen schlafen ein, ist das meistens die Folge einer mangelhaften Lagerungshaltung.

 

Harmlos oder gefährlich?

  • Wenn die Extremitäten einschlafen, können Störungen der Nervenfunktion der Grund sein. Dabei wird der Nerv schlecht versorgt und ein Nervenreiz nicht fehlerfrei an das Gehirn weitergeleitet. Es kommt zu Fehlinformationen und Versorgungsproblemen, die sich durch genannte Gefühlsstörungen bemerkbar machen.

 

  • Eine lagerungsbedingte Fehlhaltung kann dazu führen, dass ein Nerv eingeklemmt wird. Er ist dann zwischen Knochen und Muskeln eingeengt und der entstandene Druck führt zu den spürbaren Symptomen. Tritt das Phänomen, die Gliedmaßen schlafen ein, nur manchmal auf, handelt es sich in der Regel um eine völlig harmlose Erscheinung.

 

  • Wenn das unangenehme Taubheitsgefühl oder das „Ameisenkribbeln“ jedoch häufiger einsetzt, kann eine krankhafte Störung in der Wirbelsäule die Ursache sein. In dem wichtigen Organ verlaufen Nervenstränge, die bis in die Gliedmaßen reichen. Einer der Wirbel könnte beispielsweise auf einen Nerv drücken und ihn abklemmen. Damit eine mögliche Nervenbeschädigung verhindert wird, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

 

Die eingeschlafenen Gliedmaßen wieder aufwecken.

  • Sobald die Anzeichen signalisieren, die Gliedmaßen schlafen ein, ist einfache und schnelle Hilfe möglich. Zuerst verändert man die verspannte Körperhaltung und nimmt den entstandenen Druck von den beanspruchten Nerven. Anschließend empfiehlt es sich, die betroffene Stelle mit kreisenden Bewegungen und wenig Druck zu massieren oder zu reiben.

 

  • Ein kurzes Ausschütteln der entsprechenden Extremität ist ebenfalls hilfreich. Nach wenigen Minuten entspannen sich normalerweise die Nervenbündel und das unangenehme Kribbeln ist verschwunden. Die Funktionsfähigkeit der Gliedmaßen ist wieder hergestellt.