Glückliche Kinder - wie Sie auf Ihr Kind eingehen

Glückliche Kinder bekommen Sie nicht, indem Sie sie mit Geschenken überhäufen. Erst durch Zuneigung und Zuwendung lernt ihr Kind, was es wirklich glücklich macht.


Damit es einer Familie gut geht, ist es wichtig, dass Sie glückliche Kinder haben. Sicherlich sollte man die Kleinen nicht zu sehr verwöhnen, aber Kinder brauchen neben Erziehung auch Zuneigung und das Gefühl, dass ihre Eltern sie lieb haben. Wenn Kindern zu wenig Nestwärme zuteil kommt, hat das nicht nur Auswirkungen auf ihre soziale Kommunikationsfähigkeit. Setzen Sie sich daher mit Ihrem Kind auseinander. Denn auch Schwierigkeiten in der Schule bis hin zu Konzentrationsschwächen können die Folge sein. Widmen Sie sich daher Ihrem Kind. Verbringen Sie am Tag mehrere Stunden mit ihm und geben Sie ihm ein Gefühl von Schutz, dass es so nur im Familienverbund erfährt.

Bekommt Ihr Kind genug Zuwendung?

Diese Frage können Sie sich ganz leicht beantworten, wenn Sie Schritt für Schritt jeden Punkt durchgehen und überprüfen, ob Sie Ihrem Kind genug Aufmerksamkeit schenken.

1. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es gern haben. Sagen Sie Ihrem Kind, dass Sie es lieb haben, so wie es ist. Machen Sie deutlich, dass es dabei nicht um die Leistung, die es zum Beispiel in der Schule erbringt, geht. Sparen Sie nicht mit Berührungen, nehmen Sie es ruhig von Zeit zu Zeit in den Arm. Loben Sie Ihr Kind, machen Sie ihm Mut. Das wirkt wie Balsam auf die Kinderseele.

2. Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Kind - bei mehreren Geschwistern für jedes einzelne - und verbringen Sie Zeit nur mit ihm. So vermitteln Sie Ihrem beziehungsweise jedem Kind das Gefühl, dass Sie es ernst nehmen und es wichtig für Sie ist. Das stärkt das kindliche Selbstbewusstsein.

3. Erkennen Sie Ihr Kind. Sehen Sie es. Unterstützen und fördern Sie seine Interessen,Talente und Neigungen. Seien Sie da. Gehen Sie auf seine Wünsche und Bedürfnisse ein. Zwingen Sie ihm nicht Ihre Meinungen und Vorstellungen auf oder das, was für Sie "das Richtige" ist. Das kann für ihr Kind unter Umständen ganz falsch sein. Seien Sie tolerant.

4. Vergleichen Sie - sofern Sie mehrere Kinder haben - ihre Kinder nicht miteinander. Dadurch entstehen ungesunde Rivalitäten, die das Klima innerhalb der Familie vergiften können. Auf diese Weise können Minderwertigkeitskomplexe bei Kindern entstehen oder das Gefühl, nichts wert zu sein oder zu versagen. Im schlimmsten Fall wird Ihr Kind glauben, dass Sie es nicht wirklich lieben.

5. Sprechen Sie Probleme und Konflikte an. Konstruktiv und positiv. Der "Ton macht die Musik". Beschönigen Sie nichts, aber werden Sie auch nicht unsachlich und verletzend. Kehren Sie niemals, um die Harmonie nicht zu stören, Dinge unter den Teppich. So vermeiden Sie, dass Konflikte eskalieren und es irgendwann zu einem bösen Streit kommt.

6. Zeigen Sie Ihrem Kind gegenüber Toleranz. Jugendliches Verhalten ist oft schwer nachvollziehbar, besonders während der Pubertät. Erinnern Sie sich dabei an Ihre eigene Jugend. Respektieren Sie, dass Ihr Kind erwachsen wird und mehr Selbstbestimmung wünscht und braucht. Unterstützen Sie den "Abnabelungsprozess".

7. Setzen Sie Ihrem Kind aber dennoch Grenzen. Das gibt Ihrem Kind Sicherheit und Berechenbarkeit. Gleichzeitig lernt es den rücksichtsvollen Umgang mit anderen Familienmitgliedern. Jedes Familienmitglied hat seine individuelle Persönlichkeit. Hat bestimmte Vorlieben, Macken, Eigenarten, Wünsche und Bedürfnisse. Das sollte untereinander respektiert und akzeptiert werden. 

Beherzigen Sie all diese Regeln, werden auch Sie glückliche Kinder haben.