Glücksforschung: Vom Glück suchen und Glück finden

Einige Menschen wissen schon, wie sie Glück finden können: Damit auch andere davon profitieren können, untersucht die Glücksforschung, wie dieses Gefühl entsteht.


Was Sie wussten nicht, dass es Glücksforscher gibt? Doch, und diese Wissenschaftler beschäftigen sch ganz professionell mit der menschlichsten aller Fragen: Was ist Glück und wie kann ich es erreichen?

Das Glück finden
Nicht zufällig gibt es mehr amerikanische Glücksforscher als europäische. Denn der
-“Pursuit of Happiness“ ist schon in der amerikanischen Verfassung verankert. 1776 schuf Thomas Jefferson dieses unveräußerliche Recht, das gleichwertig neben dem auf Leben und Freiheit steht.
Und so begannen Wissenschaftler aus allen Disziplinen nach einer universellen Antwort zu suchen. Diese Suche gleicht einem unbeschreiblichen Abenteuer, vergleichbar nur mit dem Versuch, den Heiligen Gral aufzuspüren. Verschiedene Forscher gingen anderen Ansätzen, anderen Ideen nach, um zu neuen Antworten zu gelangen. David Lyyken etwa untersuchte Zwillingspaare, weil er glaube, dass ein Glücksgen existiert.

Glück messbar machen
Was ist Glück, wie lässt es sich definieren, wie messen? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die Glücksforschung. Auf ihrer langen Reise gelangten die Wissenschaftler zu unterschiedlichen Erkenntnissen, entwickelten jedoch Methoden, das Glück messbar zu machen. So schuf der amerikanische Psychologe Ed Diener die "Satisfaction with Life Scale (SWLS)" (Fragebogen zur Lebenszufriedenheit), der ermittelt, wie zufrieden man mit seinem Leben ist. Auch der sogenannte Happiness-Set-Point ist in der Glücksforschung nicht unwichtig. Dabei handelt es sich um einen Sollwert von Zufriedenheit, der zum Teil genetisch bedingt ist. Bei jedem liegt diese Schwelle zum Glück unterschiedlich hoch, ähnlich dem Gewicht können zwar Maßnahmen unternommen werden, um zufriedener zu werden, weit entfernen vom Sollwert kann man sich aber auch unter größten Anstrengungen nicht.
In den sechziger Jahren entwickelte der Psychologe Maslow die gleichnamige Bedürfnispyramide, nach der man dann glücklich ist, wenn alle Bedürfnisse erfüllt sind, darunter finden sich neben Essen und Schlafen auch die soziale Anerkennung und Selbstverwirklichung.

Weltweit glücklich
Ein wichtiges Anlegen der Glücksforschung ist es auch, herauszufinden, wo die glücklichsten Menschen leben und dann darauf zu schließen, warum diese Menschen zufriedener sind als andere. Der „Happy Planet Index“ wertete Umfragen aus 178 Nationen aus und fand heraus, dass die glücklichsten Menschen auf einer kleinen Insel im Südpazifik liegen – Vanuatu. Deutschland belegt immerhin noch Platz 35. Herausgefunden werden konnte auch, dass Glück kulturell unterschiedlich empfunden wird. Während die Amerikaner schnell von Glück sprechen, sind die Japaner und Deutschen viel zurückhaltender, wenn es um dieses Gefühl geht.

Wie leben glückliche Menschen?
Nach vielen Jahren der Glücksforschung haben sich einige Glücksregeln herauskristallisiert. Man fand heraus, dass glückliche Menschen einige Dinge gemeinsam haben:

  • sie hadern nicht mit ihrem Schicksal
  • sie leben in der Gegenwart
  • sie führen ein einfaches Leben
  • sie pflegen Freundschaften
  • sie treffen schneller Entscheidungen
  • sie schauen wenig fern oder nutzen andere Medien
  • sie sind dankbar
  • sie haben ein Lebensziel

In unseren Artikeln berichten wir über neuste Forschungsergebnisse und wie auch Sie endlich glücklich werden.