Glücksstrategie: Der Optimismus

Sieht der Optimist die Rosen, so sieht der Pessimist die Dornen. Der Optimismus sollte bei Rosen dann wohl doch überwiegen, oder?


Der Optimismus ist die lebensbejahende Einstellung eines Menschen. Optimisten glauben an das gute Gelingen und ein gutes Ausgehen der Dinge. Von vielen Menschen werden sie deshalb schnell als naiv und realitätsverblendet bezeichnet. Dabei sind Optimisten oft die glücklicheren Menschen, denn sie nehmen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg in ihrem Leben.

Wie entsteht Optimismus?
Ob wir das Glas als halb voll oder aber als halb leer betrachten ist nicht angeboren, sondern erlernt. Aufgrund vieler verschiedener Ereignisse und Erfahrungen im Laufe unseres Lebens und aufgrund des Einflusses entscheidender Bezugspersonen wie beispielsweise der Eltern haben wir gelernt, unser Umfeld eher als negativ oder positiv zu bewerten. Daher unterscheiden sich Pessimisten und Optimisten in zwei grundlegenden Lebenshaltungen: Der Optimist glaubt daran sein Leben kontrollieren zu können, weil er weiß, dass die Dinge, die er anpackt, ihm meistens auch gelingen. Er glaubt also an seine Fähigkeiten. Der Pessimist hingegen fühlt sich häufig der Welt und ihren unglücklichen Zufällen schutzlos ausgeliefert. Er glaubt, dass nichts, was er anfängt, ihm gelingt, weil er nicht genügend Fähigkeiten besitzt. Diese Einstellungen sind in jedem Menschen tief verwurzelt und entscheiden darüber, ob wir eher optimistisch oder pessimistisch auf das Leben eingestellt sind.

Lohnenswert: Der Optimismus
Es wurde bereits wissenschaftlich erwiesen, dass Optimisten länger leben als Pessimisten, denn unser seelisches Befinden ist eng mit unserer körperlichen Gesundheit verknüpft: Geht es der Seele gut, ist meist auch der Körper fit. Zudem stärkt eine positive Lebenseinstellung die eigenen Abwehrkräfte - die beste Vorsorge gegen Krankheiten. Auch in beruflicher Hinsicht haben optimistische Menschen oft die besseren Karten: dort wo andere bereits aufgeben sehen sie eine Chance. Optimisten trauen sich mehr zu, weil sie an ihre Fähigkeiten glauben. Dadurch sind sie leistungsfähiger, belastbarer, ausgeglichener und kreativer. Da ihr seelisches Befinden überwiegend gut ist, werden Misserfolge als vorübergehend und nicht als Krise betrachtet. Auch haben Optimisten oft viele soziale Kontakte, da sie offen und freundlich auf andere Menschen wirken. Ihre Toleranz anderen Menschen gegenüber bringt nicht nur in beruflicher Hinsicht viele Vorteile ,sondern natürlich auch im eigenen Freundeskreis.

Trainieren Sie Ihren Optimismus
Optimismus ist eine Lebenshaltung, die erlernbar ist. Also sind auch Pessimisten durchaus in der Lage, die Seiten zu wechseln. Dabei ist der erste Schritt bereits der Wunsch, etwas im Leben zu verändern um eine positivere Grundeinstellung zum Leben zu erlangen. Dazu gehört vor allem die eigenen Stärken im Auge zu behalten. Versuchen Sie deshalb, sich eine „ich-kann-das“-Einstellung anzutrainieren. Erfahren Sie dennoch hin und wieder eine Niederlage, so malen Sie sich nicht sofort das Schlimmste aus sondern suchen Sie nach alternativen Möglichkeiten. Machen Sie sich klar, dass kein Mensch unfehlbar ist und dass Fehler von Zeit zu Zeit vorkommen. Umgeben Sie sich nicht mit anderen Pessimisten und lernen Sie mit Kritik umzugehen: machen Sie sich bewusst, dass nicht alle Menschen immer Ihre Meinungen und Ansichten teilen werden. Bevor Sie schlafen, fassen Sie sich die positiven Erlebnisse des Tages kurz zusammen und überlegen Sie, auf welche Weise Sie diese selbstständig beeinflusst haben – Sie werden, das Einschlafen wird Ihnen leichter fallen!