Glühwürmchen fotografieren - so gelingt das Foto

Die Glühwürmchen in einer dämmrigen Wiese sind ein wunderschönes Motiv. Wer Glühwürmchen fotografieren möchte, muss diese zunächst finden und die Kamera richtig einstellen.


Es ist bereits schwierig, im Dunkeln zu fotografieren, aber ein leuchtendes Glühwürmchen scharf auf ein Foto zu bringen, erfordert schon einen gewissen fotografischen Anspruch. Glühwürmchen fotografieren, die in einer dämmrigen Wiese leuchten, sind ein sehr schönes Motiv. Damit dies realisiert werden kann, müssen zunächst Glühwürmchen gefunden werden und dann wird die Kamera richtig eingestellt.

Die Glühwürmchen finden

  • Die Abenddämmerung ist der beste zeitliche Rahmen für die Suche nach Glühwürmchen, gerade während der Paarungszeit im Juni oder Juli. Wer ein Glühwürmchen fotografieren möchte, sollte bereit sein, wenn die Sonne untergegangen ist.
  • Generell kommen Glühwürmchen in ganz Deutschland vor, im Süden werden diese allerdings leichter gefunden. Im Allgemeinen dient ein offenes Gelände wie der Waldrand oder eine Wiese als Lebensraum der Glühwürmchen. In größeren Städten sind sie sehr schwer zu finden, sie können allerdings auch in Parks leben.

Das Leuchten der Glühwürmchen fotografieren

  • Es gibt zwei Möglichkeiten, wenn das Leuchten fotografiert werden soll. Benutzt wird ein Stativ und der Nachtmodus beziehungsweise eine sehr lange Zeit der Belichtung von 30 Sekunden. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Blitz ausgeschaltet ist.
  • Die ganze Wiese kann verwischen wenn es windig ist, ansonsten ist das Ergebnis im Idealfall eine Wiesenlandschaft, wo die Bahnen der fliegenden Glühwürmchen leuchten. Sollen die Glühwürmchen nicht als Bahnen, sondern als Punkte auf ein Foto, so gibt es eine andere Vorgehensweise.
  • Es gibt auch Kameras mit Sondereinstellungen für Feuerwerke, wer diese Einstellung besitzt, kann diese verwenden. Ansonsten ist eine Kamera nötig, wo praktisch alle Werte manuell eingestellt werden können. Das Rädchen der Kamera wird für das Glühwürmchen fotografieren auf M gestellt und eine Belichtungszeit von ein bis zwei Sekunden wird gewählt.
  • Hier werden einige Fotos notwendig, denn so ist es schwieriger, die Glühwürmchen genau zu erwischen. Es ist wichtig, dass die Lichtempfindlichkeit, sprich der ISO-Wert so gering wie möglich ist. Damit die Schärfentiere steigt, sollte gleichzeitig die größte Blendenzahl verwendet werden. Ansonsten sollte der Autofokus ausgestellt sein.

Glühwürmchen fotografieren – Allgemeine Informationen

  • Die Glühwürmchen sind mit circa zweitausend Arten eine Familie der Käfer. Es sind nicht alle Arten dieser Überfamilie der Weichkäferartigen in der Lage, mit Lichtsignalen zu kommunizieren. Die Leuchtsignale werden in den häufigsten Fällen ausgesendet, damit die weiblichen und männlichen Tiere zur Paarung zueinanderfinden.
  • Bei einigen Arten besitzen beide Geschlechter Leuchtorgane, bei anderen Arten nur die Weibchen, die Signale selbst sind dabei ganz verschieden. Wer Glühwürmchen fotografieren möchte, wird Arten finden die ein Dauerlicht senden und manche Arten blinken. Teilweise blinken ganze Baum- oder Buschreihen im gleichen Takt, wenn einige Arten die Umgebung mit den Blinksignalen synchronisieren.
  • Sämtliche Arten der Leuchtkäfer strahlen die Signale in der Nacht aus, am Tag sind die Signale nicht hell genug, um einen Partner anzulocken. Die Weibchen sind bei vielen Leuchtkäferarten flugunfähig, diese sind dann größer als die Männchen und sie können mehr Eier produzieren.