Goldimplantate

Gold ist in der Zahnmedizin schon seit mehreren Jahrhunderten bekannt. Und das nicht ohne Grund: Goldimplantate sind sehr haltbar, stabil und allergenarm.


Gold wird in der Zahnmedizin schon seit ein paar Jahrhunderten verwendet. Zwar existierten Goldimplantate damals noch nicht in der Form, in der wir sie heute kennen. Allerdings wurden stattdessen ganze Zähne – also auch einschließlich der Wurzel – unter anderem aus diesem Material gefertigt und im Mund eingesetzt. Ein Vorteil von Gold ist, dass es sehr stabil ist und zudem die nötige Flexibilität aufweist, die auch der ursprüngliche Zahn aufweist. Dass Zahnersatz aus Gold bricht, ist an sich unmöglich. Seine Haltbarkeit ist einer seiner größten Vorteile.

Allergie durch Gold?
Die Herstellung von Zahnimplantaten aus dem Grundstoff Gold ist heutzutage jedoch verhältnismäßig selten geworden. Dies hängt damit zusammen, dass andere Stoffe als geeigneter angesehen werden, besonders, was die sogenannte Biokompatibilität angeht. Metalle sind grundsätzlich häufiger Auslöser für Allergien als nichtmetallische Substanzen. Das in den meisten Fällen für Implantate verwendete Titan gilt dabei als verträglicher als Goldimplantate. Auch die Leitfähigkeit könnte unter Umständen Unannehmlichkeiten beim Verzehr kalter oder warmer Speisen bereiten.

Schlechtere Annahme
Des Weiteren ist die Annahme von Gold durch das umgebende Gewebe meist schlechter als bei anderen Materialien. Die Oberfläche muss erst bearbeitet werden, damit die Anlagerung neuer Zellen vereinfacht werden kann. Dies ist zwar vielfach auch bei anderen Stoffen der Fall, allerdings erfolgt dabei die Integration in den Kieferknochen komplikationsloser. Gold hat allgemein zudem ein höheres Gewicht als Titan. Bei der Behandlung wird das Implantat meist in Form einer Schraube in den Kieferknochen eingesetzt.