Goldregen: Pflanz- und Pflegetipps

Geringe Ansprüche und seine leichte Pflege machen den Goldregen zu einem beliebten europäischen Ziergehölz.


Die schnellwüchsigen baumartigen Sträucher oder kleinen bis mittelgroßen Bäume können bis zu 10–15 Meter hoch werden. Seine zahlreichen leuchtend gelben Schmetterlingsblüten an rund 40 Zentimeter langen Hängetrauben machen ihn besonders während der Blütezeit zwischen April und Juni zu einer attraktiven Solitärplanze. Für Rabatten eignet sich der Goldregen ebenfalls. Gut lassen sich mit ihm Clematis, Kirschlorbeer, Rhododendron, Zaubernuss und Strauchrosen kombinieren. Sämtliche Pflanzenteile, besonders die Samen, enthalten das für Mensch und Tier sehr giftige Alkaloid Cytisin.

Pflanzzeit und Bodenbeschaffenheit
Die beste Pflanzzeit für den Goldregen ist entweder im Herbst, Oktober bis November, oder im März. Das winterharte Gehölz stellt nur wenige Ansprüche an Lage und Boden, verträgt auch Stadtklima. Es bevorzugt sonnige bis halbsonnige Plätze und mäßig trockenen, durchlässigen, kalkigen und nährstoffreichen Boden. In sandigen, trockenen Böden entwickelt sich der Goldregen zu einer weniger großen Pflanze. Gut gedeiht er in felsigen Bereichen, da er keinen besonders Tiefen Boden benötigt, sowie in Trockenrasengebieten und Trockenwäldern. In schattigen Lagen blüht der Goldregen deutlich weniger. Nach Möglichkeit sollte der Goldregen mit Wurzelballen in ein Loch gesetzt werden, das doppelt so groß ist, wie der Wurzelballen. Beim Einsetzen gut wässern, aber nicht düngen.

Die richtige Pflege
Keinesfalls sollte man den Goldregen zu stark wässern, denn nasser Boden führt zu Krankheiten und vermindert die Blühleistung des Ziergehölzes. Auch kalter Boden bekommt dem Goldregen schlecht. Düngung ist nicht erforderlich. Um die Blühleistung anzuregen, empfiehlt es sich, die verblühten Trauben abzuschneiden. Auch aus ästhetischen Gründen sollte man die Samenhülsen nicht voll ausreifen lassen, da diese sehr lange am Gehölz hängen bleiben. Es ist nicht nötig, den Goldregen zu beschneiden. Oft genügt es, schwächere und kaputte Zweige zu entfernen. Bei zu dichtem Wuchs kann der Goldregen ausgedünnt werden. Übermäßiger Beschnitt beeinträchtigt aber die Blütenbildung. Unter Schneelast können die Äste leicht abbrechen, auch kann es, besonders durch Nassschnee vorkommen, dass die kaum verzweigten Wurzeln eine groß gewachsene Pflanze nicht mehr halten können. Deswegen sollte man schweren Schnee vom Goldregen abschütteln. Von Bleiglanz, einer Pilzkrankheit der Blätter, befallene Äste sollte man großzügig wegschneiden und diese nicht auf den Kompost werfen. Schädlinge, die beim Goldregen auftreten können, sind besonders Blattläuse und Spinnmilben. Diese lassen sich aber einfach bekämpfen.