Goldrute – Wirkung und Anwendung

Die Goldrute ist eine wirkungsvolle Heilpflanze mit einem breiten Anwendungsspektrum.


Die Goldrute, die auch unter dem Volksnamen Wundkraut bekannt ist, gehört zu der Familie der Korbblütler. Die aufrecht stehende Pflanze kann eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter erlangen. Ihre kleinen, gelben Blütenkörbchen liegen oft eng beieinander und ihre Stängel können, je nach Gattung, glatt oder behaart sein. Es gibt viele verschiedene Arten, die sich von Kontinent zu Kontinent unterscheiden. Die ursprünglich aus Nordamerika stammenden Solidago-Arten fanden vor etwa 250 Jahren ihren Weg nach Europa. So kommt es, dass heute, neben den Gewöhnlichen Goldruten, auch die Kanadischen Goldruten in Deutschland beheimatet sind. Dabei ist das heilsame Gewächs oft auf Wiesen, an Bachufern oder an Straßenrändern anzutreffen.

Weitere Eigenschaften
Die Goldrute ist eine recht unempfindliche Pflanze und blüht in der Regel von August bis Oktober. In dieser Zeit kann das Kraut auch gepflückt werden, um es anschließend zu trocknen. Mithilfe des Windes verteilt das Gewächs seine Samen. Seine Pollen, die Insekten zur Bestäubung anlocken, sind meist sehr schwer und mit ihrer klebrigen Konsistenz können sie nicht weit davongetragen werden. Vielen Larvenarten, die sich später zu Schmetterlingen entwickeln, dient die Pflanze auch als Futtermittel. In der Vergangenheit wurden die Pollen der Korbblütler irrtümlicherweise für das Auftreten von Heuschnupfen verantwortlich gemacht.

Wirkung und Anwendung
Schon bei den Germanen galt die Pflanze als wirksames Heilkraut bei der Behandlung von Wunden. Im Mittelalter wurde das Gewächs gegen Blasen- und Nierenbeschwerden eingesetzt. Da das Kraut harntreibende Stoffe enthält, wird es heutzutage bei Nierensteinen oder Blasenentzündungen empfohlen. Dabei wird die Pflanze in Form von Tees verabreicht. Das klein gehackte Kraut kann zum Beispiel mit brühendem Wasser übergossen und nach einer zehnminütigen Ziehzeit getrunken werden. Aufgrund ihrer entzündungshemmenden Stoffe, lindert die Pflanze auch die Symptome von Gicht und rheumatischen Erkrankungen. Oftmals wird ein täglicher Konsum von etwa zwei Litern Goldruten-Tee empfohlen. Auch bei Heilkuren wird der Tee gerne verwendet, da er im menschlichen Körper den Entgiftungs- und Entschlackungsprozess fördert. Neben diesen positiven Eigenschaften soll die Goldrute auch beim Senken von Fieber oder bei der Blutreinigung einen unterstützenden Effekt haben. Verantwortlich für das breit gefächerte Anwendungsgebiet und die positive Wirkung der Goldrute, sind die Inhaltstoffe Saponin und Gerbstoff und die ätherischen Öle, die sich erst im blühenden Zustand entfalten.