Goldschmied - ein Beruf für Geschickte und Kreative

Wer sich für die Arbeit als Goldschmied interessiert, muss für diese Handwerkskunst mit Tradition sowohl Fingerspitzengefühl als auch Fantasie mitbringen.


Die Arbeit als Goldschmied – das klingt vor allem nach einem Job mit viel Tradition. In früheren Zeiten handelte es sich bei Goldschmieden oft auch um äußerst angesehene Vertreter des Handwerks – schließlich waren sie in den meisten Fällen für die Reichen und Mächtigen mit all ihren Wünschen und Vorstellungen von ihren Schmuckstücken da. Die Geschichte des Schmuckhandwerks ist ebenso lang und vielfältig wie die des Schmuckes selbst.

Die Symbolik des Schmucks
Eines jedoch hat sich nicht geändert – schon immer war Schmuck viel mehr als ein reiner Ausdruck von Reichtum. Persönlicher Geschmack und besonders die Symbolik hinter dem zierenden Armreif, Ring, den Ohrringen oder dem Kettenanhänger machen die Faszination aus, die Schmuckstücke seit jeher auf Menschen ausüben. Schließlich geht es beispielsweise beim Taufkettchen, Freundschaftsarmband oder gar Verlobungs- und Ehering um die Person, die man mit dem geliebten Stück verbindet, und weniger darum, wie viel es tatsächlich einmal gekostet hat.

Diese Ausführungen machen bereits deutlich, dass ein Goldschmied weit mehr sein muss als der „reine“ Hersteller und Fabrikant von schmückendem Edelmetall. Er muss oft auch ein Gespür dafür entwickeln, was ein Kunde sich von seinem Schmuck wünscht, wie extravagant oder schlicht ein Stück sein soll und nicht zuletzt geht es auch um Beratung und Verkauf, um Reparatur und Pflege von geschätzten – und nicht primär materiell wertvollen – Schmuckstücken.

Tätigkeiten und Spezialisierungen
Wie bereits angesprochen gehen die Aufgaben eines Goldschmieds über die reine Arbeit am Schmuck hinaus. Zu seinen typischen Tätigkeiten gehören:

  • Erstellung und Ausarbeitung von Schmuckentwürfen
  • Kundenberatung, Betreuung und Verkauf von Schmuckstücken
  • Erstellung von Kostenvoranschlägen für die Verkaufstätigkeit
  • Be- und Erarbeitung von Schmuck (zum Beispiel Formen, Fräsen, Biegen, Schmelzen....)
  • Reparieren und Restaurieren
  • Umarbeitungstätigkeiten

Im Rahmen einer Ausbildung zum Goldschmied besteht in der Regel die Möglichkeit, sich in einen der Bereiche Schmuck, Ketten oder Juwelen zu spezialisieren. Einem echten Schmuckfan dürfte die Wahl hierbei nicht leicht fallen!

Berufswahl und Ausbildung
Generell geeignet für die Ausbildung zum Goldschmied sind Anwärter mit einem geschickten Händchen, guten Augen und viel Kreativität. Schulisch sollte mindestens ein Hauptschulabschluss vorliegen, besser noch Realschule oder sogar Abitur nachweisbar sein. Inhalte der dreineinhalb Jahre dauernden Ausbildung sind neben Materialkunde beispielsweise auch Physik und Chemie. Schließlich muss der zukünftige Schmuckexperte auch wissen, welche der edlen Werkstoffe miteinander verarbeitet werden können.

Perspektiven
Die Perspektiven und Beschäftigungsmöglichkeiten des Goldschmieds liegen im Bereich der Werkstatt, im Verkauf und der Kundenberatung von Juwelieren oder auch in der Industrie. Auch eine Selbstständigkeit mit eigener Schmuckschmiede ist durchaus möglich. Aufstiegs- und Weiterbildungschancen sind zum Beispiel mittels einer Meisterprüfung oder auch als Betriebswirt für das Handwerk denkbar. Kreative und geschickte Schmuckfans können mit einer fundierten Ausbildung als Goldschmied ihrem Berufswunsch ein ganzes Stück näherkommen.