Goldvorkommen in Europa - Überblick

Europas Goldvorkommen sind eher gering im Anteil zum Weltmarkt, wobei Bulgarien und Rumänien als größte Förderer auf dem Kontinent gelten dürfen.


Nicht vielen wird bekannt sein, dass es auch in Europa größere Goldvorkommen gibt, welche jedoch eher geringe Teile am Weltmarkt ausmachen. Länder wie Südafrika können die europäischen Fördergebiete sicherlich nicht herausfordern, aber immerhin kann von nicht ganz unerheblichen Mengen gesprochen werden.

Der Balkan als größtes Goldreservat
Die meisten Goldvorkommen in Europa findet man auf dem Balkan. Rumänien darf als bedeutendstes Reservat gelten, jedoch werden die Vorräte nur zu bedingten Teilen abgebaut. Die Abbauprojekte in Rumänien ruhen zumeist, aufgrund größerer Umweltprobleme, welche von der Europäischen Union und internationalen Umweltorganisationen gegeißelt werden. Auch das Nachbarland Bulgarien verfügt über einige wichtige Goldadern, vor allen Dingen im Norden. Besonders in den bergigen Regionen kann Gold gefunden werden. Die Karpaten sind gewiss das goldreichste Gebiet in Europa. Das Nachbargebirge, die Alpen, haben in der Vergangenheit ebenso als wichtiges Goldvorkommen in Europa gedient. Das Zillertal und die Hohen Tauern waren einst für ihren Reichtum an Edelmetallen bekannt.

Gold im Süden Europas
Größere Goldvorkommen wurden auch im Süden Europas gefunden. Zuletzt machte die italienische Insel Sardinien mit einer Ader von sich reden, welche angeblich sogar die rumänisch-bulgarischen Vorkommen hinter sich lassen soll. Bestätigt können diese Informationen bisher aber noch nicht werden. Bekannter sind die uralten Fundstätten in Spanien und Portugal, welche heutzutage aber weitgehend erloschen sind. Goldsucher finden höchstens noch an der Südostküste der iberischen Halbinsel kleinere Funde in Flüssen und Bächen. Während der Antike gab es hier aber höchstwahrscheinlich ein größeres Reservat. Verstreute Goldreserven kann man auch in den abgelegenen Teilen von Schottland finden. Jedoch spielen Funde aus dieser Gegend fast keine Rolle. Sie können höchstens durch Waschung gewonnen werden. Dennoch vermuten Forscher größere Vorkommen in den Highlands, welche jedoch nicht weitergehend untersucht werden können, da sich Umweltschutzorganisationen gegen eine genauere Erforschung stark machen.
Nach wie vor bleiben Rumänien und Bulgarien also die größten Goldlieferanten Europas. Das Gold, was sich hier im Gestein befindet, könnte einen noch gewichtigeren Anteil am Weltmarkt ausmachen, so die erheblichen Umweltprobleme behoben werden könnten. Insgesamt aber sind es andere Regionen der Erde, die auf lange Sicht gesehen, die Goldförderung beherrschen.