Google Street View in Deutschland als potenzielle Gefahr

User im Internet nutzen Google Street View auch in Deutschland. Doch gibt es berechtigte Bedenken, was Datenschutz und Sicherheit angeht, denn Google Street View hilft nicht nur bei der Aufklärung von Straftaten, sondern schürt auch die Angst vor dem Eingriff in die Privatsphäre.


Seit 2007 bietet das US-Unternehmen Google via Google Maps einen Zusatzdienst an: Mithilfe des virtuellen Geo-Rundgangs namens Google Street View haben User die Möglichkeit, 360 Grad-Panoramabilder von fast allen Orten der Welt zu sehen. Allerdings stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob die Ämter den Dienst von Google Street View in Deutschland auch zur Verbrechensaufklärung nutzen.

Anonymität durch automatische Verpixelung

  • Die Google-Kamerawägen schossen auf der ganzen Welt Zufallsbilder. Die Anonymität der zufällig darin erscheinenenden Personen wird durch die automatische Verpixelungsfunktion der Kameras gesichert.
  • Es wurden dabei auch Gesichter von Tieren oder das Gesicht des KFC-Logos unkenntlich gemacht. Durchstöbert man die Google Street View-Auswahl kommen einige skurrile Bilder zum Vorschein wie zum Beispiel das eines Pärchens, das in flagranti erwischt wurde. Möglich ist daher, dass durch derartige Aufnahmen auch Straftaten festgehalten wurden.

Die historisch begründete Angst der Deutschen

  • Die Furcht vor staatlicher Überwachung wächst. In keinem anderen Land ist man so entsetzt wie in Deutschland, dem Land des Datenschutzes, dass das amerikanische Unternehmen Google Bilder von Häusern und Straßenfassaden macht und sie ins Netz stellt.
  • Außerhalb Deutschlands spricht man von einer allgemeinen "German Angst", die vor allem historisch begründet zu sein scheint - etwa durch die Stasi-Affairen in der ehemaligen DDR. Dieses Trauma wird durch Goggle Street View offenbar wieder lebendig.

Google Street View in Deutschland zur Verbrechensaufklärung

  • Google Steet View wird oft mit einer permanenten virtuellen Überwachungskamera verwechselt. Festinstallierte Überwachungskameras auf öffentlichen Plätzen, um vor Verbrechen zu schützen, gibt es allerdings bereits.
  • Es kann nicht vorausgesagt werden, wie dieser Dienst in Zukunft von Behörden genutzt wird. Im Moment allerdings ist das virtuelle Streifefahren nach Verbrechern in Deutschland weder möglich noch erlaubt. Das schlimmste Vergehen, das derzeit mittels Google Street View in Deutschland festgehalten wurde, ist Falschparken.