Grassamen - die richtige Sorte für meinen Rasen

Gras ist nicht gleich Gras, Rasen nicht gleich Rasen und unterschiedlichste Ansprüche erfordern die unterschiedlichsten Grassamen.


Aus dem Grassamen wächst das Gras - der Unterschied zwischen Gras, und dem Rasen, ist jedoch banal: Als Gras bezeichnet man die einkeimblättrige Pflanze per se, als Rasen eine flächendeckende, meist künstlich angelegte, Fläche der Selbigen, auch Vegetationsdecke genannt. Gräser und deren Rasen, werden kategorisch unterteilt in Zierrasen, Nutzrasen und Sportrasen und unterscheiden sich dabei in ihren Eigenschaften recht deutlich.

Vor dem Rasen kommt die Saat
Bevor man sich zum Kauf von Grassamen begibt, sollte man sich überlegen, welchem Verwendungszweck der spätere Rasen dienen soll und welchen Belastungen er standhalten muss. Dafür sind Grassamen in Beanspruchungsgrade eingeteilt – von wenig bis mittel über hohe/starke Beanspruchung. Darüber hinaus spielen Standort und Bodenbeschaffenheit eine große Rolle – Faktoren die nicht kategorisch eingeteilt, sondern vom "Hersteller" des Qualitätssamens bestimmt werden. Für ein Rasengrün, das möglichst an eine Wiese erinnern soll, eignet sich sogenanntes Wiesengras. Diese Sämereien sind mit allerlei Samen anderer Gräser und kleinerer Blumen durchmischt. Für extrem beanspruchte Rasenflächen, auf denen etwa viel gespielt wird, eignet sich hingegen Sportgras sehr gut. Diese Samen verflechten sich deutlich dichter im Wurzelwerk und regenerieren sich im Blattgrün sowie im Wuchs erheblich schneller. Wer es sich leisten kann, der sollte hier zu professionellen Grassamen greifen, wie sie etwa auf Golfplätzen Verwendung finden. Gräser unterliegen in Deutschland einer gewissen Norm. Für den Verbraucher wichtig sind die DIN 18917 sowie die DIN 18035 (4) für Sportplätze. Grassamen sollten stets gut verpackt sein, das heißt, dass keine Feuchtigkeit an die Samen dringen dürfte (in Plastik eingeschweißt). Beschädigte Plastikverpackungen sollten zurück gegeben werden.

Standort und Bequemlichkeit
Abhängig von der Lage der geplanten Rasenfläche sollte man auf Grassorten zurück greifen, die entweder geeignet sind für schattige Orte oder auf trockenheitsunempfindliche Sorten (bei stark sonniger Lage). Ziergras wächst darüber hinaus meist höher als Kurzfloor-Rasen. Für ein schönes, möglichst einheitliches, Rasenbild sollte man daher auf Grassamen mit geringer Blattstärke sowie eine kurze Halmlänge zählen. Einige Grassamen mit langsamem Halmwachstum brauchen zwar deutlich länger, bis sich die Rasendecke einheitlich schließt, beugt aber allzu häufigem Rasenmähen auf Dauer vor. Vermieden werden sollte es, über mehrere Jahre hinweg kahle Stellen mit andersartigen Grassorten aufzufüllen. Das Endergebnis wird unregelmäßig, und erfordert partiell unterschiedliche Pflege.