Green IT: Grün surfen

Wer auch beim Surfen etwas für die Umwelt tun will, sollte den richtigen Computer wählen und seinen Stromverbrauch so klein wie möglich halten. Green IT ist angesagt.


Der IT-Bereich, vor allem das Internet, gehört zu den größten Stromfressern überhaupt. Alleine für das Internet in Deutschland sind 50.000 (!) Rechenzentren vonnöten. Laut BUND verbrauchen diese 8,7 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr – oder anders gesagt: Sie verbrauchen die Jahresleistung von drei Kohlekraftwerken. Dazu kommt noch der Energieverbrauch von den Millionen Computern in Büros und Arbeitszimmern der Republik.

Der richtige Computer
Dabei ließe sich das Internet deutlich klimafreundlicher betreiben. Wer grün surfen und somit einen Beitrag zum green IT leisten will, sollte beim Computer anfangen. Wählen Sie einen möglichst energieeffizienten Rechner, Laptops verbrauchen beispielsweise deutlich weniger Energie als herkömmliche Computer. Achten Sie bei Monitoren darauf, dass sie im Standby-Modus keinen Strom verbrauchen.

Wichtige Kriterien
Auch das Umweltsiegel „Blauer Engel“ kann Aufschluss über umweltfreundliche Rechner geben. Das Siegel wird sowohl für besonders lärm-, verbrauchs- und strahlungsarme Geräte vergeben. Achten Sie außerdem auf eine hohe Lebensdauer und Ergonomie, hier kann es helfen, vorher ausführlich Testberichte zu lesen. Des Weiteren sollten keine gesundheitsgefährdenden Stoffe verarbeitet worden sein, ein umweltbewusster Hersteller sorgt überdies für eine fachgerechte Entsorgung. Passen Sie jedoch beim Kauf auf, dass Sie nicht auf Marketingtricks schlauer Unternehmen hereinfallen, denn für Green IT gibt es momentan noch keinerlei Prüfkriterien.

Schluss mit Standby!
Rechner, Monitor und Router sollten nur dann eingeschaltet sein, wenn sie auch gebraucht werden.
Danach trennt man sie wenn möglich vom Stromnetz – denn auch im Standby-Modus verbraucht der Computer wertvolle Energie. Um den Stromverbrauch besser kontrollieren zu können, besorgen Sie sich am besten Steckerleisten, die man ganz einfach an- und ausschalten kann.

Grünes Internet
Wählen Sie wenn möglich grüne Internetdienstleister (ISPs, steht für internet service provider) für Email-und Website-Hosting. Diese verwenden erneuerbare Energien.
Lassen Sie sich Rechnungen wenn möglich nur noch online schicken, um den Papierverbrauch zu senken. Verschiedene Unternehmen, wie beispielsweise Stromanbieter, bieten dafür sogar verbilligte Tarife. Auch Onlinebanking spart viel Papier und ist deutlich praktischer als für jede Überweisung eine Filiale aufzusuchen. Bedrucken Sie beide Seiten des Papiers und verwenden Sie wiederbefüllbare Tintenpatronen. Auch wenn dies nur kleine Schritte sind, sollte man alles tun, um so grün wie möglich zu surfen.