Green wedding: Weitere Möglichkeiten, die Umwelt zu schonen

Romantik und Nachhaltigkeit lassen sich gut verbinden - eine \"green wedding\" hinterlässt nur einen kleinen ökologischen Fußabdruck des Paares.


Der Trend geht hin zur  green wedding - zur grünen Hochzeit. Viele Brautpaare wollen nicht nur ein unverwechselbares Fest gestalten, sondern auch ihren ökologischen Fußabdruck möglichst klein halten. Schon bei der Planung der Feierlichkeiten kann man gute und schlechte Entscheidungen treffen, wenn es um die Umwelt geht.

Essen und trinken
Ideal ist es, wenn Sie auf Ihrer green wedding ein ausschließlich vegetarisches und veganes Buffet anbieten, denn Kühe sind Hauptverursacher des Treibhausgases Methan. Doch auch mit Steak und Co. können Sie einen wertvollen Beitrag leisten. Finden Sie einen Caterer, der nur biologisch produzierte Lebensmittel verwendet und dazu auf regionale Spezialitäten setzt, denn exotische Speisen sind zwar lecker, müssen aber erst eingeflogen werden. Arrangieren Sie außerdem, dass die Reste des Essens abgeholt und einem Obdachenlosenheim oder der Tafel gespendet werden. Wenn die von Ihnen gebuchte Örtlichkeit über Gartenanlagen verfügt, können Essensreste auch auf dem Komposthaufen entsorgt werden.

Kleidung der Braut
Der Traum vieler Frauen ist es, das eigene Hochzeitskleid einmal der Tochter zu vererben. Doch bis es soweit ist, fristet es, eingelagert in der finstersten Ecke des Kleiderschrankes ein Schattendasein. Überlegen Sie, ob Sie wirklich ein Hochzeitskleid kaufen wollen, für den einmaligen Gebrauch ist das schon eine kostspielige Angelegenheit. Dabei gibt es so viele Alternativen. Schauen Sie sich in Internetauktionshäusern, dem Flohmarkt oder Second-Hand-Läden um. Mittlerweile kann man sich ein Kleid auch mieten. Wenn es dennoch ein neues Kleid sein soll, achten Sie auf Naturmaterialien wie Hanf, Leinen oder Seide. Synthetische Stoffe mögen zwar billiger sein, es wird aber Erdöl gebraucht, um es herzustellen. Wählen Sie ein schlichtes, klassisches Design, sodass Sie das Kleid erneut tragen können. Nach der Hochzeit muss es nicht im Schrank verschimmeln, sondern kann für einen wohltätigen Zweck gespendet werden.

Blumige Dekoration
Selbstverständlich gilt das Motto auch für die Blumendekoration. Wenn Sie draußen feiern, sollte sie möglichst schlicht gehalten werden damit die Gäste weiterhin den Anblick der Natur genießen können. Auf exotische, florale Arrangements sollten Sie verzichten, nutzen Sie lieber Wildblumen, Zimmerpflanzen und solche Blumen, die das FLP-Siegel aufweisen. Das besagte Gütesiegel gibt Aufschluss über fair gehandelte und ökologisch korrekt gezüchtete Blumen. Für Gestecke und dergleichen können auch die Blüten einer Topfpflanze genutzt werden, diese kann später eingepflanzt werden. Wenn die Feier vorbei ist, geben Sie Ihren Gästen die Dekorationen mit.

Geschenke
Wer zu einer Hochzeit eingeladen ist, bringt normalerweise ein Geschenk für das Brautpaar mit. Wenn Ihr Haushalt aber voll bestückt ist, bitten Sie um eine Spende für die von Ihnen bevorzugten Umweltschutz-Organisationen. Haben Sie noch kleinere Wünsche, empfiehlt es sich, in ausgewählten Läden Listen zu hinterlegen, sodass nichts doppelt oder gar Überflüssiges verschenkt wird. Um Ihren Gästen etwas Gutes zu tun, können Sie im Internet nach fairen Geschenkideen Ausschau halten, etwa hochwertige Naturkosmetik, Öle oder Seifen. Auch bestickte Baumwollservietten, die zuvor als Platzkärtchen gedient haben, sind ein liebevolles „Give away“.