Grippewelle - jedes Jahr im Frühjahr

Jedes Jahr wieder erreicht die Grippewelle auch Deutschland und fordert jährlich 250.000 und 500.000 Todesopfer weltweit. Gegen diese Viruserkrankung kann man sich allerdings impfen lassen.


Spätestens Mitte Februar erreicht die alljährliche Grippewelle jedes Jahr auch Deutschland. In den letzten Jahren stieg die Zahl der Erkrankungen deutlich an. Dies ermittelte die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am Robert Koch-Institut in Berlin. Jedoch sei der Süden, besonders die Mitte Bayerns und der Südwesten Baden-Württembergs stets stärker betroffen als der Norden.

 

Auch in den Ballungsgebieten wie Nordrhein-Westfalen oder in der Hauptstadt Berlin breitet sich das Grippe-Virus leichter aus als auf dem Land.

 

Verursacher

Als Verursacher der jährlichen Grippewelle werden Viren vom Typ Influenza-A mit dem Subtyp H3 angesehen. Nach Angaben des Robert Koch-Institut ist dieses Grippevirus auch gefährlicher als das Influenza-B Virus, das in der Vergangenheit in erster Linie die jährlichen Grippeerkrankungen auslöste. Demzufolge verzeichnet das Influenza-A Virus eine deutlich höhere Sterberate.

Behandlungsmöglichkeiten

Da es sich um ein Virus handelt, kann man eine Grippe nicht mit einem Antibiotikum behandeln. Denn Antibiotika zeigt nur bei bakteriellen Infektionen eine Wirkung. Meist wurde daher die Grippe nur mit rezeptfreien Medikamenten behandelt, die das Fieber senkten und die Symptome wie Husten , Kopf- und Muskelschmerzen linderten. Gegen die eigentliche Ursache, den Viruserreger, schien man machtlos. Durch die neuen Neuraminidase-Hemmer kann man aber die Ausbreitung der Grippe stoppen.

Prävention durch Grippeimpfung

Dennoch erscheint die jährliche Grippeschutzimpfung die sicherere Variante, um einen Immunschutz gegen den Grippeerreger aufzubauen und somit erst gar nicht zu erkranken. Zwar muss nicht jede Infektion mit dem Virus zum Tod führen, dennoch empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) besonders Kindern, älteren Menschen und solchen mit geschwächtem Immunsystem, sich gegen den Virus impfen zu lassen.

Doch wie unterscheidet sich eine Grippe von einer normalen Erkältung?

Anzeichen einer Grippe sind plötzliches Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und ein trockener Hals. Diese Symptome sind denen einer normalen Erkältung sehr ähnlich. Dennoch ist der Hauptunterschied zwischen einer Erkältung und einer Grippe in der Erregerform zu sehen. Bei der Grippe handelt es sich um eine Virusform, bei der Erkältung um einen bakteriellen Krankheitserreger. Bei einer Erkältung hilft in den meisten Fällen ein Antibiotikum. Schlägt dies nicht an, kann man davon ausgehen, dass es sich um eine Grippe handelt. Zwar kann man diese mittlerweile auch medikamentös behandeln und somit die Ausbreitung des Virus im Körper eindämmen, jedoch hat sich die jährliche Grippeschutzimpfung immer noch als beste Präventivmaßnahme gegen den Grippevirus erwiesen.

Wenn Sie im Falle einer Grippeerkrankung Ihren Genesungsprozess unterstützen möchten, sollten Sie folgende Tipps beachten, damit Sie schneller wieder auf den Beinen sind: Halten Sie in der Akutphase der Erkrankung auf jeden Fall Bettruhe. Bei Fieber können Sie den Flüssigkeitsverlust, der durch das Schwitzen entsteht durch erhöhte Flüssigkeitsaufnahme ausgleichen. Im Falle einer Entzündung des Rachens kann Gurgeln mit Salzlösung helfen, die Beschwerden zu mildern. Auch das Inhalieren einer Kamillenlösung zeigt besonders bei Schluckbeschwerden Wirkung. Wenn dann die Grippe am Abklingen ist, sollten Sie sich auf jeden Fall noch ein paar Tage schonen. In dieser Zeit ist es ratsam, auf den Genuss von Kaffee, Alkohol oder schwarzem Tee zu verzichten. Diese Stoffe belasten das Immunsystem nur auf unnötige Weise und schwächen es damit zusätzlich. 

 

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