Große Wirkung: Johanniskraut

Johanniskraut besitzt eine heilende und beruhigende Wirkung und kommt daher in Therapiebehandlungen für leichte bis mittelschwere Depressionen oder nervöse Unruhe zum Einsatz.


Das Johanniskraut, auch Teufelskraut, Hexenkraut oder Walpurgiskraut genannt, gehört zu der Gruppe der Johanniskrautgewächse und ist die bekannteste Mittsommerpflanze in Mitteleuropa. Der Name stammt vom Johanni-Tag am 24. Juni ab. Während der Sommersonnenwende blüht die Blume und ihre üppigen, gelben Blüten öffnen sich. Die Pflanze ist bereits seit 2.000 Jahren als Heilmittel bekannt. Wenn man das Johanniskraut zerreibt, tritt blutrote Flüssigkeit aus. Ein alter Aberglaube besagt, es handle sich um das Blut Christi. Eine andere Legende erzählt, dass die Pflanze aus dem Blut des enthaupteten Johannes des Täufers entstanden ist. 

Heilendes Kraut
Seit Jahrhunderten ist ihre beruhigende, heilende Wirkung bekannt. Im 18. Jahrhundert entdeckte man auch ihre antidepressive und nervenstärkende Wirkung. Seit mehreren Jahrzehnten beschäftigt sich nun die Schulmedizin mit dieser Heilpflanze. Während vor einigen Jahrhunderten das Johanniskraut noch als Heilmittel gegen Asthma, Gicht, Rheuma und Muskelschmerzen galt, kommt es nun in der Therapie der leichten bis mittelschweren Depressionen oder nervöser Unruhe zum Einsatz. 

Innerliche und äußerliche Wirkung
Das Johanniskraut kann sowohl zur äußeren als auch zur inneren Behandlung verwendet werden. Bei einer äußeren Anwendung wird Johanniskraut-Öl auf die entsprechende Stelle aufgetragen. Da das Kraut entzündungshemmend ist, wird es häufig bei Verletzungen und Verbrennungen verwendet. Bei leichten und mittelschweren Depressionen kann das Johanniskraut nur bei innerer Anwendung Erfolg haben. Die Wirkstoffe in der Pflanze greifen aktiv in die biochemischen Prozesse der Depression ein und entfalten eine positive Wirkung auf die Botenstoffe im Gehirn. 

Einnahme mit Hausarzt koordinieren
Johanniskraut hat sich zwar als eine sinnvolle Behandlungsalternative erwiesen, jedoch sollte man beachten, dass es mit anderen Medikamenten eine Wechselwirkung eingeht. Man sollte ohne Rücksprache mit seinem Hausarzt keine dauerhafte Behandlung durchführen.
Bei einer Johanniskraut-Therapie sollte man auf Präparate aus der Apotheke zurückgreifen, weil Johanniskraut in Teeform zu niedrig dosiert ist, um eine Wirkung zu entfalten. Auch sollte man beachten, dass die Wirkung der Pflanze erst nach vier bis sechs Wochen eintritt.
Einige bekannte Nebenwirkungen von Johanniskraut sind erhöhte Sonnenempfindlichkeit, allergische Hautreaktionen, Müdigkeit, Unruhe und Magen-Darm-Beschwerden.