Großwetterlage vorhersagen: So gehts

Vorhersagen einer Großwetterlage, also der Wetterlage über einem Großraum basieren auf Ansätzen der Meteorologie und ermöglichen eine möglichst präzise Bestimmung des Wetters.


Kennzeichnend für eine Großwetterlage ist, dass sie sich über einen Zeitraum von mehreren Tagen nur unwesentlich verändert. Für jede größere Region gibt es also verschiedene aufeinanderfolgende Großwetterlagen, welche bei der Wettervorhersage eine wichtige Rolle spielen. Außerdem sind sie wesentlich für das Klima in ihrer Region verantwortlich. Zur Bestimmung des Wetters müssen vor allem das Wolkenbild und die Windveränderungen beobachtet werden.

Geschichtliche Einordnung
Eine möglichst genaue Vorhersage der Großwetterlage zu treffen, ist für die Menschen schon seit dem vierten Jahrtausend vor Christus von großer Bedeutung. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass Menschen, die in der Landwirtschaft tätig waren, stets stark von den Veränderungen der Temperatur, sowie von Niederschlägen abhängig waren. Ein weiterer Versuch, das Wetter präzise vorherzusagen, wurde mit der Aufstellung von sogenannten Bauernregeln gemacht. Hier versuchte man, die aufeinanderfolgenden Jahreszeiten in wetterrelevante Abschnitte einzuteilen. Im 17. Jahrhundert erkannte Otto von Guericke den Zusammenhang zwischen dem Abfallen des Luftdrucks und dem Aufziehen eines Unwetters. 200 Jahre später wurden die ersten Wetterstationen in Europa aufgestellt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden die ersten nationalen Wetterdienste. Die Kombination aus den gemessenen Daten sorgte erstmals für eine genauere Möglichkeit, das Wetter vorhersagen zu können. Seit den 1950er Jahren wird das Wetter mittels mathematischer Rechenmodelle und Daten von Wettersatelliten bestimmt.

Verlässlichkeit der Vorhersagen
Heutzutage ist eine Wetterprognose für eine ganze Woche so zuverlässig, wie sie noch vor dreißig Jahren für den nächsten Tag war. Die Vorhersage für die nächsten 24 Stunden erreicht heute eine Zuverlässigkeit von 90 Prozent. Für die drei folgenden Tage liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Vorhersage eintrifft, etwa bei 75 Prozent. Keine der heute verwendeten Methoden zur Wetterbestimmung kann das Wetter jedoch länger als 20 Tage voraussagen. Die Bestimmung einer Großwetterlage kann nie ganz genau vorgenommen werden. Es wird immer Temperaturunterschiede geben. Je nachdem ob sie auf der Sonnen- oder auf der Schattenseite gemessen wird. Eine Veränderung der Bewölkung kann auch ein Faktor dafür sein, dass die getroffene Voraussage abweicht oder gar nicht zutrifft. Meteorologen haben keine vollständige Kontrolle über die Geschehnisse in der Erdatmosphäre, deshalb kann es ebenfalls zu Abweichungen und Wetterveränderungen kommen.