Grün leben: Der Alltag

Wussten Sie, dass man in allen Bereichen des Lebens auf Natürlichkeit und Nachhaltigkeit setzen kann? Wir geben Ihnen Tipps bezüglich des Themas grün leben im Alltag.


Jeder nutzt elektronische Geräte, verschenkt Blumen oder kauft für das Weihnachtsfest einen Baum. Das sind nur einige Beispiele, wie man ökologische Entscheidungen zugunsten der Umwelt treffen kann und somit seinen Teil zum Schutz des Planeten beiträgt. Wenn man die Augen offen hält, sich informiert und ein bisschen Zeit investiert, lassen sich viele Alltagssituationen finden, in denen man grün leben und sich somit für die Natur stark machen kann.

Bio-Blumen kaufen und verschenken mit dem FLP-Siegel
Valentinstag, Jahrestag oder einfach als kleines Dankeschön – es gibt wohl keinen Menschen, der nicht gerne einen bunten Blumenstrauß bekommt. Seit 1999 kann man Menschen, die man liebt, eine Freude machen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben, denn in diesem Jahr wurde das Flower Label Program (FLP) ins Leben gerufen. Schnittblumen, die dieses Siegel tragen, sind nicht nur pestizidfrei, sondern wurden auch unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt. Die Arbeiter bekommen gerechte Löhne, es werden keine Kinder eingesetzt, Zwangsarbeit ist verboten.
Eine noch ökologischer Alternative ist es, auf einen Blumengruß zu verzichten und stattdessen eine Baum-Patenschaft zu verschenken. Diese Idee geht auf den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zurück und soll die Bäume der Alleen schützen.

Grüner Arbeitsplatz: Green IT
Das Internet, Server und Rechnerzentren gehören zu den am schnellsten wachsenden Stromfressern überhaupt. Nach den Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland verbrauchen die 50.000 Rechenzentren hierzulande soviel, wie drei Kohlekraftwerke in einem Jahr an Strom herstellen können. Zusätzlich verbrauchen auch die privaten PCs jede Menge Energie. Um selbst dazu beizutragen, Energie einzusparen, genügen bereits ein paar kleine Veränderungen. Monitore und PCs beispielsweise sollten nur dann wirklich ans Stromnetz angeschlossen sein, wenn sie auch tatsächlich benutzt werden. Hilfreich hierbei ist eine Steckdose mit An- und Aus-Schalter. Ist der Computer dann mal veraltet oder defekt, sollte nicht gleich der erstbeste gekauft werden. Achten Sie auf den Blauen Engel, der strahlungs- und schadstoffarme Geräte mit einer langen Lebensdauer auszeichnet.

Grüne Feiertage: Heiraten und Weihnachten unter dem Motto Öko
Selbst der schönste Tag im Leben – die Hochzeit – kann ganz im Sinne der Umwelt gestaltet werden. Statt verschwenderischer Blumendeko aus dem Ausland tun es auch Wildblumen in Tonkrügen oder blumenumrankte Rosenbögen, die dem Fest ein ganz eigenes unverwechselbares Flair verleihen. Das Buffet verlockt mit saisonalen Spezialitäten aus der Region und das Brautpaar reist mit einer Kutsche zur Kirche.
Das Motto „Öko“ kann auch an Festtagen weiter verfolgt werden. Die Umweltschutzorganisation Robin Wood gibt etwa Ratschläge, wie ein ökologisch korrekter Weihnachtsbaum aussieht. Diese kommen aus ökologischer Waldwirtschaft, in der keine mineralische Düngung oder Pestizideinsatz vorkommen. Stattdessen sorgen natürliche Fressfeinde, etwas das Shropshire-Schaf, dafür, dass Schädlinge keine Chance mehr haben. Beim Einpacken der Geschenke sollte auf glitzernde Metallfolie verzichtet werden und stattdessen natürliches Einwickelpapier bevorzugt werden.

Grün leben im Alltag
An jedem einzelnen Tag kann man seinen persönlichen Beitrag zu einer gesünderen Umwelt leisten. In unseren Artikeln finden Sie hilfreiche Tipps und Anregungen für ein nachhaltigeres Leben!