Grün leben: Haustier und Umweltschutz

Wer sich Mühe gibt, grün zu leben, sollte nicht vor seinem Haustier Halt machen. Auch hier gibt es in Bezug auf den Umweltschutz viele Do's und Don'ts.


Dass man mit einem möglichst exotischen Tier der Umwelt keinen Gefallen tut, ist selbsverständlich. Denken Sie an Umweltschutz, dann sollten Sie auch kein gezüchtetes Tier als Haustier wählen, sondern stattdessen ein Haustier aus dem Tierheim holen. Schenken Sie einem sympathischen Mischling ein neues Zuhause. Auch empfiehlt es sich, das Haustier, egal ob Katze, Hund oder Kaninchen, kastriereren oder sterilisieren zu lassen. Ansonsten enden womöglich noch mehr ungewollte Tier im Heim. Des Weiteren verlängert eine Kastration womöglich das Leben – schließlich senkt sich die Gefahr dadurch, an Krebs zu erkranken.

Bereit für ein Tier?
Bevor man sich ein Haustier anschafft, sollte man jedoch gut überlegen, ob man selbst, beziehungsweise das Kinder, bereit ist, für das Tier Verantwortung zu übernehmen – Paris Hilton mit ihren wechselnden, kleinen Schoßhündchen, bildet da das klassische negative Vorbild.

Katzen: Drinnen oder Draußen?
Katzen sind Killer – zumindest wenn es um Vögel geht. Das ist in der Natur weniger schlimm, aber domestizierte Hauskatzen haben einen riesengroßen Wettbewerbsvorteil: Sie sind gut ernährt, erholt und deshalb prädestiniert, viele Vögel vom Himmel zu holen. Wem also nicht nur die eigene Katze sondern auch das Federvieh am Herzen liegt, hält seine Katze nur drinnen. Generell empfehlen viele Tierärzte Katzen im Haus zu halten, weil sich so die Lebenszeit erstaunlich verlängert. Klar: Draußen lauern Gefahren von Autos bis Krankheiten. Die Lebenserwartung einer freilaufenden Katze liegt bei unter drei Jahren, die einer Hauskatze dagegen bei 15 bis 18 Jahren.

Grünes Futter für Ihr Tier
Auch das Tierfutter sollten Sie sorgfältig auswählen. Im konventionellen Tierfutter steckt meist Fleisch, das nicht für den menschlichen Verzehr freigegeben ist – wollen Sie so etwas Ihrem Tier vorsetzen?
Die Qualität des Futters sollte in etwa vergleichbar mit Ihrer Ernährung sein – also gesund und ausgewogen. So bleiben nicht nur Sie, sondern auch Ihr Haustier lange gesund. Ob Sie sich nun nur für Ökofutter oder außerdem eine vegetarische oder gar vegane Ernährung entscheiden, bleibt ganz Ihnen überlassen. Auf jeden Fall stellen Sie so sicher, dass das Tier keine zugesetzten Hormone, Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Pestizide oder Antibiotika zu fressen bekommt. Wer Zeit dafür hat, kann das Tierfutter natürlich auch selbstmachen.

Wohin mit dem Mist?
Der Hund muss sein Geschäft verrichten? Ein Tütchen sollten Sie immer dabei haben – aber keines aus Plastik, sondern aus abbaubaren Materialien – ansonsten finden sich die Hinterlassenschaften Ihres Hunde noch in 300 Jahren im Plastikbeutel. Wenn möglich, sollten Sie den Mist der Haustiere recyceln.

Alles öko?
Wählen Sie das Zubehör für Ihr Haustier mit großer Sorgfalt aus. So gibt es beispielsweise Spielzeug aus recycelten oder nachwachsenden Materialien wie Hanf. Auch bei der Wahl des Halsbandes, des Körbchens und der Leine können Sie eine grüne Wahl treffen, denn auch hier steht eindeutig der Umweltschutz im Vordergrund.