Grünpflanzen bestimmen - so gelingt's

Grünpflanzen bestimmen erfolgt über verschiedene Pflanzenmerkmale, die an der gesamten Pflanze aufgesucht werden müssen.


Um in einer Pflanzenbeschreibung den idealen Standort zu erfahren und um die Grünpflanze richtig zu pflegen, ist es wichtig Grünpflanzen bestimmen zu können. Zimmerpflanzen werden fast ausschließlich in Innenräumen gehalten. Zu ihnen gehören unter anderem Grün- und Blütenpflanzen. Als Grünpflanze wird im Allgemeinen eine Pflanze bezeichnet, die ihren Reiz durch das Laub ausübt. Blüten kommen bei Grünpflanzen nur selten vor beziehungsweise sind recht unscheinbar.

 

Grünpflanzen bestimmen - Wuchsform, Blüten und Wurzeln

  • Die Größe und Wuchsform können durch einen Blick erkannt werden. Handelt es sich um einen Baum, ein Kraut, eine Kletterpflanze, eine Staude, ein Strauch oder eine Wasserpflanze?
  • Hat die Pflanze Blüten? Dann handelt es sich wahrscheinlich um eine Blütenpflanze. Die Blühzeit, Blütenfarbe, -form und der Blütenstand führen auf die Spur zur richtigen Pflanze. Einige Pflanzen bilden sogar Früchte aus, die leicht erkannt werden können.
  • An den Wurzeln lassen sich ebenfalls Grünpflanzen bestimmen. Eine Hauptwurzel bildet Nebenwurzeln aus, es kann aber auch keine Hauptwurzel erkennbar sein. Oder die Wurzel ist eine Knolle, ein Rhizom, eine Zwiebel oder eine andere Speicherwurzel.

 

 

Grünpflanzen bestimmen - Blätter und Stengel

  • Das einzelne Blatt kann ein Einzelblatt oder aus mehreren Einzelblättern zusammengesetzt sein. Dabei ist die Blattgröße, -form, -spitze und der Blattrand zu beachten, zum Beispiel glatt, gezahnt, gebucht, herzförmig, nierenförmig und so weiter. Neben dem typischen Laubblatt, gehören auch Nadeln (wie bei der Zimmertanne), sehr fein gefiederte Blätter (wie bei einigen Farnen) oder lineale Blätter (wie bei der Grünlilie) dazu.
  • Als nächstes begutachtet man die Blattoberfläche. Diese hat unterschiedliche Merkmale, wie glatt, runzlig oder verschieden behaart (wie fein, stark, filzig, klebrig, borstig, rau, dornig oder stachelig). Manchmal erkennt man auch eine Blattnervatur (wie ein-, parallel-, bogen- oder netznervig). Das sind die sichtbaren "Adern", meist auf der Blattunterseite.
  • Wenn man einmal das Blatt in der Hand hat, fühlt man die Blattdicke und -beschaffenheit (unauffällig, verschieden fleischig, lederartig oder unbeweglich). Dabei fällt gleichzeitig die Blattfarbe auf. Einfarbig grüne Blätter (wie glänzend, gemustert oder eine abweichende Farbe auf der Blattunterseite), grün/weiße oder farbige (auch mehrfarbige) kommen vor.
  • Die Blattstellung gibt an, wo und wie sich die Blätter am Stengel befinden. Die Blätter können gegen-, quirl- oder wechselständig sein. Grundständig entspringen beispielsweise die Blätter einer Grünlilie. Bei der Blattstellung ist der Blattgrund, wie das Blatt an der Pflanze entspringt, zu beachten. Ein Blatt kann auf dem Stengel sitzen, diesen umfassen oder ist gestielt.
  • Wenn man nun den Stengel betrachtet, lassen sich hier ebenso Grünpflanzen bestimmen. Als Erstes fällt der Stengelwuchs auf, dieser kann aufrecht, liegend (im Stengelverlauf aufsteigend, kletternd oder windend), mit Ranken kletternd oder schwimmend sein. Der Stengel selbst fällt durch ein Vorhandensein von Blättern, Behaarung (wie fein, stark, weich, borstig, klebrig oder stachelig) oder durch Blätter ausschließlich am Stengelende auf.
  • Des Weiteren verzweigen sich einige Stengel. Der Stengelquerschnitt kann teilweise durch erfühlen oder sehen erfasst werden. Dieser kann rund, auch hohl mit oder ohne milchiger Substanz, verschieden kantig, dickfleischig oder verholzt (wie bei einer Palme) sein.
  • Da es eine Vielzahl an Grünpflanzen gibt, helfen die vorgefundenen Merkmale in einem Zimmerpflanzenbuch, mit einer speziellen Software oder über einen Vergleich von Pflanzenbildern den genauen Pflanzennamen zu erfahren. Grünpflanzen bestimmen führt so zu einer genauen Pflanzenbeschreibung.