Aufteilung der Räume nach den Himmelsrichtungen im Vastu

Mit der indischen Wohnlehre Vastu können Sie Ihr Wohnumfeld wertvoll gestalten. Das sogenannte Vastu-Mandala zeigt zum Beispiel, wie der Grundriss der Wohnung sein sollte, damit die kosmische Energie ungehindert fließen kann.


Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Zellen des Hypothalamus, einem Abschnitt des Zwischenhirns, äußerst sensibel auf Richtungswechsel reagieren. Diese speziellen Zellen werden erst aktiv, wenn man sich in eine bestimmte Richtung dreht. Die Blickrichtung steuert und beeinflusst demnach die gesamte Funktionsweise unseres Gehirns und damit auch alle Körperfunktionen.

Himmelsrichtungen im Grundriss des Vastu

  • Wenn neue Häuser und Gebäude geplant werden und die Anordnung der einzelnen Räume konzipiert wird, spielen die Himmelsrichtungen eine große Rolle. In der Vastu-Lehre hat jede Himmelsrichtung eine individuelle Bedeutung.
  • Norden: Geburt, Gesundheit; Nordosten: Spiritualität, geistige Entwicklung; Osten: Kraft und Karriere; Südosten: Genuss, Lebensfreude, energetische Aufladung; Süden: Tod, Verlust, Probleme; Südwesten: Einfluss, Tradition; Westen: Abschluss, Ruhe; Nordwesten: Beziehungen, Gefühle, Austausch.
  • Die acht Himmelsrichtungen werden anschaulich im sogenannten Vastu-Mandala dargestellt. Dabei handelt es sich um ein in 81 Felder eingeteiltes Quadrat in dessen Zentrum sich der auf dem Rücken liegende Dämon Vastu Purusha befindet. Der Dämon ist exakt nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet und stellt den idealen Grundriss für jedes Gebäude dar.

Stärkende Sonnenstrahlen

  • Im Vastu gilt der Osten als die beste Himmelsrichtung, weil hier die Sonne aufgeht. Durch die Sonne gelangen riesige Energiemengen auf die Erde und so auch in die Wohnung. 
  • Idealerweise befindet sich der Haupteingang im Osten, denn so profitiert der Bewohner von den energetischen Strahlen der Sonne. Stärkere Gesundheit und mehr Lebensenergie sind das Ergebnis. 

Der Brahmasthan

  • Die energetische Mitte eines Hauses nennt sich Brahmasthan, eine Zusammensetzung aus Brahma (Gesamtheit) und Sthan (Ort). Dieses Zentrum verbindet alle Räume miteinander und leitet alle positiven Energien in die angrenzenden Zimmer. 
  • Somit eröffnet er ein Energietor auch für die Bewohner. Das Prana kann allerdings nur dann ungehindert fließen, wenn keine störenden Gegenstände oder architektonischen Raffinessen wie etwa Säulen, Vorsprünge oder Balken hier positioniert sind.

Zuordnung Himmelsrichtung und Wohnräume 

  • Die Raumgestaltung hat die Aufgabe, den Fluss der kosmischen lebensspendenen Energie Prana frei von Störungen, Blockaden und Hindernissen zu halten. Um dies zu gewährleisten, sind den einzelnen Himmelrichtungen die verschiedenen Zimmerfunktionen zugeordnet. Von dieser Ideal-Zuordnung sollte möglichst nicht abgewichen werden, um keine Defekte zu verursachen.
  • Norden: Wohnzimmer, Büro, Leseraum; Nordosten: Wohnzimmer, Leseraum, Raum der Ruhe; Osten: Bad, Haupteingang, Esszimmer; Südosten: Küche, Heizung, Elektroinstallation; Süden: Schlafzimmer; Südwesten: Abstellraum; Westen: Wohnzimmer, Esszimmer, Kinderzimmer; Nordwesten: Gästezimmer, Büro.